Zum Inhalt springen
On Air Festival

Sam Elliotts knallharte Absage: Warum er „Yellowstone“ für eine Seifenoper hält

Sam Elliott bei einer Veranstaltung. Aktuelle News

Sam Elliott hat eine klare Meinung zu Taylor Sheridans Erfolgsserie „Yellowstone“.

Sam Elliott ist ein Urgestein Hollywoods, doch das bedeutet nicht, dass er von jedem Projekt von Taylor Sheridan überzeugt ist. Tatsächlich war das Casting für das „Yellowstone“-Prequel „1883“ ein schwieriges Unterfangen, weil Elliott wenig für das Original-Format übrig hatte.

In einem Interview mit „The Howard Stern Show“ im Juni 2026 enthüllte Sheridan, wie direkt der Oscar-nominierte Schauspieler seine Ablehnung äußerte. Als die Sprache auf „Yellowstone“ kam, sagte Elliott trocken: „Ich mag dieses ‚Yellowstone‘ nicht. Das ist eine Cowboy-Seifenoper.“

Kein Konflikt, sondern Ehrlichkeit

Entgegen der Erwartung reagierte Sheridan nicht mit Kränkung, sondern mit Zustimmung. Er erklärte gegenüber Stern, dass er Elliott nicht für „Yellowstone“ gewinnen wollte, sondern für einen völlig anderen Ansatz. „Ich sagte zu ihm: ‚Du hast recht. Ich verlange nicht von dir, dass du da mitspielst. Das ist mein Punk-Rock-Ich, das dem Business den Mittelfinger zeigt. Das hier ist mein erwachsenes Ich.’“

Dieser offene Austausch überzeugte Elliott schließlich. Der „Tombstone“-Star sah in der Rolle des Shea Brennan eine schauspielerische Herausforderung, die ihn begeisterte. Auch nach dem Erfolg von „1883“ blieb Elliott bei seiner Linie. In einem Gespräch mit Esquire betonte er 2021, dass die Serie für sich allein stehe und man sie unbedingt von „Yellowstone“ distanzieren müsse.

Sam Elliotts knallharte Absage: Warum er „Yellowstone“ für eine Seifenoper hält

Eine professionelle Freundschaft


Sam Elliott während einer öffentlichen Veranstaltung.

Trotz der anfänglichen Kritik verbindet die beiden mittlerweile eine tiefe professionelle Wertschätzung. Drei Jahre nach „1883“ holte Sheridan den Veteranen für die Serie „Landman“ erneut vor die Kamera. Elliott zeigt sich von Sheridans Arbeit beeindruckt, insbesondere von der Emotionalität der Skripte.

„Eines der großen Geschenke von Taylors Material ist, dass es diesen emotionalen Fluss zulässt“, erklärte Elliott 2025 gegenüber Variety. „Ich habe einen Großteil meiner Zeit in dieser Staffel damit verbracht, zu weinen.“

Auch hinter den Kulissen stimmt die Chemie. Sheridan gab gegenüber Howard Stern offen zu, dass es für ihn als Schöpfer surreal sei, eine Legende wie Sam Elliott seine Dialoge sprechen zu hören. Noch wichtiger sei ihm jedoch, dass er ihn heute einen Freund nennen könne – ungeachtet der Tatsache, dass „Yellowstone“ bei Elliott nach wie vor nicht auf der Favoritenliste steht.