Schlafen am Meer: Schlafstrandkörbe verzeichnen bis zu 80 Nächte pro Saison
Aktuelle News
Schlafstrandkörbe bieten Platz für zwei Personen direkt an der Wasserkante.
Das Konzept des klassischen Strandkorbs existiert seit mehr als 140 Jahren. Entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste stehen zehntausende der traditionellen Sitzmöbel im Sand.
Seit rund zehn Jahren etabliert sich jedoch eine veränderte Variante: Der Schlafstrandkorb ist nicht für den kurzen Mittagsschlaf gedacht, sondern für die reguläre Übernachtung unter freiem Himmel.
Hohe Auslastung an den Küsten von Schleswig-Holstein
Da Schlafstrandkörbe nicht behördlich registriert werden müssen, liegt keine exakte Gesamtzahl vor. Die größte Dichte an Liegeplätzen findet sich in Schleswig-Holstein, insbesondere in der Lübecker Bucht.
Die Nachfrage nach den Schlafplätzen im Sand ist ungebrochen hoch. Nach NDR-Angaben werden beispielsweise in Grömitz pro Korb zwischen 70 und 80 Übernachtungen innerhalb einer Saison gebucht.
Ausstattung, Maße und Kosten einer Nacht am Strand
Ein Schlafstrandkorb misst 1,40 Meter in der Breite und 2,30 Meter in der Länge, was Liegeplatz für bis zu zwei Personen bietet. Je nach Anbieter sind Extras wie ein Picknickkorb oder Frühstück im Preis inbegriffen, der Zugang zu Sanitäranlagen ist stets geregelt.

In der Hauptsaison liegen die Preise pro Nacht meist zwischen 80 und 100 Euro. Eine klappbare Abdeckung schützt vor Wind und leichtem Regen, bei schweren Unwettern wird von einer Übernachtung am Strand jedoch abgeraten.
Standorte an Nord- und Ostsee
Übernachtungen im Strandkorb sind an zahlreichen Küstenabschnitten und Inseln buchbar:
- Ostsee: Dahme, Eckernförde, Grömitz, Haffkrug, Heikendorf, Insel Fehmarn, Kellenhusen, Sierksdorf, Timmendorfer Strand, Travemünde, Weissenhäuser Strand
- Nordsee: Büsum, Dangast, Föhr, Helgoland, Norderney, Otterndorf, Wangerooge
Ein Schlafstrandkorb steht mit geöffnetem Dach am Strand.
Enge Aufstellung birgt Lärmrisiken
Die Beliebtheit des Angebots bringt logistische Herausforderungen mit sich. Werden die Körbe zu dicht nebeneinander aufgestellt, entstehen temporäre Feriensiedlungen am Strandabschnitt.
Die Geräuschkulisse benachbarter Übernachtungsgäste kann die angestrebte Ruhe am Wasser beeinträchtigen. Bei der Buchung empfiehlt sich daher der Blick auf Einzellagen mit ausreichendem Abstand zu anderen Körben.

