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Schwere Unfallflucht bei Verden: BMW-Fahrer flüchtet nach Kollision zu Fuß

Ein verunfallter BMW mit ausgelösten Airbags an der Unfallstelle. Aktuelle News

Der nach dem Zusammenstoß verlassene BMW wies massive Unfallspuren auf.

Die Polizei im Landkreis Verden fahndet nach einem bislang unbekannten Autofahrer. Der Mann soll am Freitagnachmittag, den 21. August, einen schweren Verkehrsunfall verursacht haben und anschließend vom Tatort geflüchtet sein, anstatt dem lebensgefährlich verletzten Motorradfahrer zu helfen.

Unfall
Die Unfallstelle nach der Kollision zwischen BMW und Motorrad.

Hergang des Unfalls in Posthausen

Der Vorfall ereignete sich gegen 13:05 Uhr an der Straße Hintzendorf-Mitteldorf, unmittelbar an der Zufahrt zum Einkaufszentrum Posthausen. Zeugenaussagen zufolge kam der Fahrer eines BMW vom Parkplatz des Einkaufszentrums und bog an der Ampel nach rechts ab. Dabei soll er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit die gesamte Fahrbahnbreite genutzt haben.

Auf dem Linksabbiegerstreifen kollidierte der BMW mit einem entgegenkommenden 57-jährigen Motorradfahrer. Der Mann wurde durch die Wucht des Aufpralls von seiner Maschine geschleudert und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Ein weiteres Fahrzeug wurde durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt. Der BMW kam erst weit hinter der Unfallstelle zum Stehen, wobei die Airbags ausgelöst wurden.

Flucht zu Fuß trotz schwerer Verletzungen des Bikers

Während sich Ersthelfer, darunter Anwohner und andere Verkehrsteilnehmer, vorbildlich um den schwer verletzten 57-Jährigen kümmerten, ergriff der BMW-Fahrer die Flucht. Er verließ seinen beschädigten Wagen und rannte in Richtung Badenermoor in ein Wohngebiet. Der Flüchtigen wird als etwa 30 Jahre alt beschrieben; er trug zum Unfallzeitpunkt ein dunkles T-Shirt und eine dunkle Cargohose.

Der schwer verletzte Motorradfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Entgegen einer ersten Einschätzung stufte die Polizei seinen Zustand später als lebensbedrohlich ein.

Großangelegte Fahndung und Ermittlungen

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein, bei der neben Polizeihunden auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam. Trotz intensiver Suche blieb der Fahrer am späten Nachmittag unauffindbar. Die Unfallstelle musste für die Spurensicherung und Vermessungsarbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen im Bereich des Einkaufszentrums führte.

Der Gesamtsachschaden wird auf etwa 45.000 Euro geschätzt; beide Fahrzeuge erlitten einen Totalschaden. Die Polizei Achim bittet Zeugen, die zwischen 13:30 Uhr und dem späteren Nachmittag verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 04202/9960 zu melden.