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Sebastian Kurz wird 40: Warum der Ex-Kanzler trotz 3-Milliarden-Dollar-Firma nicht loslässt

Sebastian Kurz, ehemaliger Bundeskanzler von Österreich Aktuelle News

Sebastian Kurz sorgt fünf Jahre nach seinem Rücktritt weiter für Spekulationen.

Pünktlich zu seinem 40. Geburtstag steht Sebastian Kurz wieder im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit. Fünf Jahre nach seinem Rückzug als Bundeskanzler reißen die Gerüchte über eine mögliche Rückkehr in die österreichische Politik nicht ab.

Auslöser für neue Diskussionen war ein vertrauliches Treffen Anfang Juli in den Parlamentsräumen in Wien. Dort kam Kurz mit dem Chef der rechten FPÖ, Herbert Kickl, zusammen – eine Begegnung, die rasch publik wurde und Spekulationen über politische Absprachen anheizte.

Dementis im Netz und Zweifel bei Experten

Kurz reagierte auf die aufkommenden Gerüchte mit einer Erklärung auf seinen Social-Media-Kanälen: „Meine Zeit in der Politik habe ich sehr genossen, aber ich möchte nicht mehr in die Politik einsteigen.“

In der Alpenrepublik schenken viele Beobachter diesen Worten jedoch wenig Glauben. Meinungsforscher Peter Hajek sieht in den jüngsten Schritten des Altkanzlers eine klare Absicht: „So wie er medial auftritt, halte ich es für sicher, dass er noch etwas vorhat. Die Frage ist nur: was.“

Auffällig ist seine aktuelle Medienpräsenz. Kurz absolviert zahlreiche Interviews – von regionalen Blättern wie der „Kronen Zeitung“ bis hin zu internationalen Medien wie Fox News, der „Financial Times“ und der „Neuen Zürcher Zeitung“.

Der tiefe Fall des einstigen Polit-Stars

Im Dezember 2017 übernahm Kurz mit 31 Jahren das Kanzleramt und stieg zum jüngsten Regierungschef der Welt auf. Mit einem strikten Kurs in der Migrationspolitik galt er vielen internationalen Konservativen als Vorbild und Gegenpol zu Angela Merkel.

Sein politischer Absturz folgte in zwei Schritten. Das erste Regierungsbündnis mit der FPÖ zerbrach infolge der Ibiza-Affäre, die anschließende Koalition mit den Grünen endete im Oktober 2021 nach Ermittlungen wegen mutmaßlicher Inseratenkorruption mit seinem Rücktritt.

Sebastian Kurz wird 40: Warum der Ex-Kanzler trotz 3-Milliarden-Dollar-Firma nicht loslässt

Erfolg mit KI-Sicherheit

Nach dem Ausstieg aus dem Kanzleramt wechselte Kurz in die Privatwirtschaft. Sein bedeutendstes Projekt ist das Cybersicherheits-Unternehmen Dream, das staatliche Infrastrukturen vor digitalen Angriffen schützen soll.

Die Firma beschäftigt rund 350 Mitarbeiter an Standorten in Wien, Abu Dhabi und Tel Aviv. Bei einer geschätzten Bewertung von drei Milliarden US-Dollar sichert sein 15-Prozent-Anteil Kurz den Status als Multimillionär.

Ein globales Netzwerk abseits des Kanzleramts

Für seine geschäftlichen Aktivitäten nutzt Kurz weiterhin politische Kontakte. Neben Gesprächen mit dem slowenischen Ministerpräsidenten über KI-Technologien pflegt er enge Verbindungen zu internationalen Akteuren.

Auf seinen Plattformen teilt er Begegnungen mit Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán, dem US-Tech-Investor Peter Thiel oder Argentiniens Präsident Javier Milei. Zudem gründete er den Thinktank „Global Shift Institute“, um internationale Entscheider aus Politik und Wirtschaft zusammenzubringen.

Experte Peter Hajek beziffert das Wählerpotenzial für eine eigene Liste von Kurz derzeit auf maximal zehn Prozent. In Wien wird deshalb spekuliert, ob Kurz andere Ämter anvisiert – etwa das Amt des Bundespräsidenten oder eine spätere Kandidatur für die EU-Kommissionsspitze als Nachfolger von Ursula von der Leyen.