Seltene Hautinfektion in Deutschland: RKI meldet 16 Fälle von Regenekzem
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Seltene Hautinfektion in Deutschland: RKI meldet 16 Fälle von Regenekzem
Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet ein ungewöhnliches Infektionsgeschehen in Deutschland. Zwischen Dezember 2025 und April 2026 wurden 16 Fälle der seltenen Hautkrankheit Dermatophilose labordiagnostisch bestätigt.
Die umgangssprachlich als Regenekzem bekannte Erkrankung wird durch das Bakterium Dermatophilus congolensis ausgelöst. Bei betroffenen Patienten führt der Erreger zu pockenartigen Hautveränderungen, intensivem Juckreiz und schuppigen Verkrustungen.
Ausbrüche in Berlin, Brandenburg und weiteren europäischen Städten
Nach Angaben der Gesundheitsbehörden handelt es sich bei allen bisher erfassten deutschen Patienten um Männer mit einem Durchschnittsalter von 45 Jahren. 14 der 16 Infektionen wurden in Berlin registriert, zwei weitere Fälle traten im benachbarten Brandenburg auf.
Das Phänomen beschränkt sich nicht auf Deutschland. Vergleichbare Fallhäufungen wurden im selben Zeitraum auch aus Barcelona und Lyon gemeldet.
Symptome einer bakteriellen Hauterkrankung beim Menschen.
Mögliche Übertragungswege und Krankheitsverlauf
Klassischerweise befällt Dermatophilus congolensis vor allem Weidetiere wie Pferde, Rinder oder Schafe. Fachleute gehen bei dem aktuellen Cluster jedoch davon aus, dass sich das Bakterium direkt von Mensch zu Mensch verbreitet hat.
Rolle von Gemeinschaftseinrichtungen
Die betroffenen Männer gaben in Befragungen an, Sex mit Männern zu haben und zuvor Saunen besucht zu haben, überwiegend sogenannte sex-positive Saunen. Epidemiologen vermuten daher, dass die Übertragung über direkten, engen Körperkontakt oder kontaminierte, feuchte Oberflächen stattgefunden hat.
Trotz des auffälligen klinischen Bildes verläuft die Infektion nach derzeitigem Erkenntnisstand mild. Die Hautveränderungen heilen in der Regel ohne bleibende Schäden von selbst ab.

