Sommerhoch verlängern: 3 Experten über Nährstoffe, Natur und Glücksspeicher
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Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl.
Sonnige Wochen heben die Stimmung spürbar, doch herannahende Schlechtwetterphasen trüben das Wohlbefinden oft rasch wieder ein. Wer die gewonnene Energie bewahren möchte, kann gezielt Reserven anlegen.
Drei Fachleute aus Medizin, Wellness und Glücksforschung erklären, welche Strategien das seelische und körperliche Hoch nachhaltig sichern.
Nährstoffe als biologischer Puffer
Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl empfiehlt, die warme Jahreszeit gezielt für eine Umstellung auf frische, dichte Nährstoffquellen zu nutzen. Die Kombination aus Sonnenlicht, Bewegung und einer hohen Zufuhr an Vitalstoffen stärkt Zellen und Abwehrkräfte messbar.
Gezielte Mikronährstoffe für stabile Nerven
Für die mentale Balance spielen spezifische Bausteine eine Schlüsselrolle. Vor allem B-Vitamine, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren, die Aminosäure Tryptophan sowie pflanzliche Proteine stabilisieren das Nervensystem nachhaltig.
Matthias Riedl
Wer diese Speicher frühzeitig füllt, baut physische und psychische Reserven auf, die auch an trüben Tagen für Gelassenheit sorgen.
Sensorische Naturerlebnisse und bewusste Pausen
Wellnesshotel-Testerin Andrea Labonte betont die nachhaltige Wirkung von intensiven Naturkontakten. Wasser hat eine nachgewiesen beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus, weshalb Aktivitäten an Seen, Flüssen oder den Küsten von Nord- und Ostsee besonders effektiv sind.

Achtsamkeit im Freien vertieft diese Effekte: Das bewusste Wahrnehmen von Blütendüften, Wind und Vogelgesang verankert positive Reize im Gedächtnis. Kurze Auszeiten außerhalb des eigenen Zuhauses helfen zusätzlich, den alltäglichen Pflichten zu entfliehen.
Auch nächtliche Ereignisse hinterlassen bleibende Eindrücke. Vor allem die Perseiden-Sternschnuppen, die alljährlich zwischen dem 17. Juli und 24. August den Himmel queren, bieten Anlass für bewusste Nachtwanderungen.
Wandel und Gemeinschaft als Motivationsmotor
Für den Facharzt und Glücksforscher Tobias Esch liegt das Wohlbefinden im Akzeptieren und Erleben von Veränderung. Der Wechsel der Wetterlagen signalisiert Lebendigkeit und fordert den Organismus zur Anpassung auf.
Gemeinsame Aktivitäten im Freien aktivieren die körpereigenen Belohnungs- und Vitaminspeicher optimal. Sie schaffen die Basis, um auch bei späteren Wetterumschwüngen mental stabil zu bleiben.

