Sonnenfinsternis 2026: So beobachten Sie das Spektakel ohne Ihr Augenlicht zu riskieren
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Sichere Beobachtungsmethoden sind entscheidend, um Augenschäden während einer Sonnenfinsternis zu vermeiden.
- Am 12. August 2026 findet eine partielle Sonnenfinsternis statt.
- Direktes Beobachten ohne zertifizierte Schutzbrille nach EN ISO 12312-2:2015 kann irreversible Netzhautschäden verursachen.
- Indirekte Methoden wie Lochkameras oder Livestreams bieten sichere Alternativen für die Beobachtung.
Für eine sichere Beobachtung ohne Brille eignen sich indirekte Methoden wie der Jalousie-Trick, eine selbstgebaute Lochkamera oder die Projektion per Smartphone. Alternativ bieten Sternwarten und Medien Livestreams an, die eine gefahrlose Betrachtung des Ereignisses ermöglichen.
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Die partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026 wirft ihre Schatten voraus. Wer keine zertifizierte Schutzbrille ergattern konnte, sucht oft nach improvisierten Lösungen. Doch Vorsicht: Bei der Beobachtung der Sonne gibt es keinen Spielraum für Fehler. Experten warnen eindringlich vor lebenslangen Netzhautschäden.
Sichere Methoden: So schützen Sie Ihre Augen
Wenn die klassische Finsternisbrille fehlt, existieren bewährte Alternativen, die das Sonnenlicht sicher dämpfen oder auf eine Projektionsfläche umleiten.
- Schweißgläser: Wer keine Brille hat, kann auf Schweißerschutzgläser der Stufen 12 bis 14 zurückgreifen. Diese sind im Fachhandel oder Baumarkt erhältlich. Wichtig: Alles unter Schutzstufe 12 bietet keinen ausreichenden Schutz vor der extremen Strahlung.
- Der Jalousie-Trick: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt die Nutzung von Lamellenjalousien in einem abgedunkelten Raum. Das Licht fällt durch die Schlitze und erzeugt auf dem Boden oder einer hellen Wand kleine Sonnensicheln. Diese indirekte Beobachtung ist absolut ungefährlich und ideal für Familien mit Kindern.
- Lochkamera (Camera obscura): Ein lichtundurchlässiger Karton mit einem winzigen, etwa 1–2 mm großen Loch auf einer Seite projiziert das Bild der Sonne auf die gegenüberliegende Innenwand. Sie schauen dabei nie direkt in die Lichtquelle, sondern betrachten lediglich die Projektion im Inneren der Box.
- Smartphone-Trick: Richten Sie Ihr Smartphone mit der Rückseite zur Sonne aus und beobachten Sie die Projektion der verfinsterten Sonne auf dem Display. Schauen Sie dabei niemals direkt in die Sonne oder durch die Linse des Handys.
- Digitale Übertragung: Der sicherste Weg ist der Verzicht auf das „Live“-Erlebnis vor Ort. Sternwarten und Medien übertragen das Ereignis via Livestream direkt auf Ihren Bildschirm – komplett ohne Risiko für Ihre Augen.
Tabuzonen: Was Sie niemals verwenden sollten
Immer wieder kursieren gefährliche Mythen über alternative Filter. Diese können Sie nicht vor UV- und Infrarotstrahlung schützen, was zu unbemerkten, aber irreversiblen Augenschäden führen kann.

- Haushaltsgegenstände: CDs, DVDs, berußtes Glas, Rettungsdecken oder herkömmliche Sonnenbrillen sind als Filter absolut ungeeignet. Sie lassen gefährliche Strahlung ungehindert passieren.
- Bloßes Auge: Auch bei einer teilweisen Verdeckung der Sonne durch den Mond ist die Strahlungsintensität zu hoch. Ein direkter Blick, selbst für wenige Sekunden, kann zur Erblindung führen.
- Nicht zertifizierte Eigenbauten: Uwe Lemmer, Direktor des Stuttgarter Planetariums, warnt explizit vor Experimenten mit selbstgebastelten Dämpfungsfiltern. Ohne zertifizierte Folie nach EN ISO 12312-2:2015 setzen Sie Ihr Sehvermögen aufs Spiel.
Sollten Sie kein zertifiziertes Equipment nach EN ISO 12312-2:2015 besitzen, wählen Sie den Weg der indirekten Beobachtung oder verfolgen Sie das Ereignis sicher über offizielle Livestreams. Augenlicht ist nicht durch eine Astronomie-Beobachtung zu ersetzen.
Häufige Fragen
Welche Haushaltsgegenstände schützen bei einer Sonnenfinsternis vor Strahlung?
Gängige Haushaltsgegenstände wie CDs, DVDs, Rettungsdecken oder normale Sonnenbrillen bieten keinen Schutz und sind absolut ungeeignet. Nur Schweißerschutzgläser ab Stufe 12 oder zertifizierte Finsternisbrillen sind sicher.
Warum sollte man nicht durch das Smartphone direkt in die Sonne schauen?
Das Betrachten der Sonne durch die Handylinse ist gefährlich, da die Strahlung ungefiltert die Augen erreichen kann. Sicher ist es lediglich, die Projektion der Sonne auf dem Display zu beobachten.
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