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Spanien rüstet auf: Neuer Flugzeugträger für 30 Kampfjets in Planung

Der Mehrzweckflugzeugträger Juan Carlos I der spanischen Marine Aktuelle News

Die Juan Carlos I dient derzeit als größtes Schiff der spanischen Armada.

Ein strategischer Sprung für die Armada

Die spanische Marine treibt konkrete Pläne für den Bau eines neuen Flugzeugträgers voran. Ziel ist ein Schiff, das als vollwertiger Flugzeugträger konzipiert ist und Kapazitäten für bis zu 30 moderne Kampfjets bietet.

Bereits im Juni letzten Jahres berichtete die Nachrichtenagentur EFE über die Absichten. Inzwischen prüft die Marine die Beschaffung intensiv, während der staatliche Schiffbauer Navantia die technische Umsetzbarkeit analysiert.

Design am Vorbild „Charles de Gaulle“

Das Projekt orientiert sich am französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“. Dieses Schiff misst etwa 261 Meter in der Länge und 64 Meter in der Breite, bei einer Verdrängung von über 42.500 Tonnen.

Ein zentraler Unterschied zeichnet sich jedoch bereits ab: Spanien verzichtet auf einen Nuklearantrieb. Stattdessen setzt die Marine auf konventionelle Antriebstechnologien wie Dieselmotoren oder Gasturbinen, während die restlichen Leistungsparameter in die gleiche Größenordnung wie das französische Pendant rücken sollen.

Spanien rüstet auf: Neuer Flugzeugträger für 30 Kampfjets in Planung

Jenseits der „Juan Carlos I“

Das derzeitige Flaggschiff, die „Juan Carlos I“, ist kein klassischer Flugzeugträger, sondern ein Mehrzweckschiff. Zwar kann es Hubschrauber und Harrier-Senkrechtstarter einsetzen, doch die Marine möchte mit dem Neubau die Abhängigkeit von bisherigen Mustern beenden und neue taktische Optionen schaffen.

Zusätzlich zu dem neuen Träger plant die Marine laut Berichten der argentinischen Zeitung „El Cronista“ ein weiteres Schiff mit Flugdeck. Dieses soll der bisherigen „Juan Carlos I“ ähneln, die mit 231 Metern Länge und 26.000 Tonnen Verdrängung aktuell das größte Kriegsschiff aus spanischer Produktion darstellt.

Geopolitische Signale

Analysten werten das Aufrüstungsprogramm der spanischen Marine auch als Signal an die großen Seemächte wie China und die USA. Die Spannungen mit Washington waren zuletzt gestiegen, nachdem Kritik an den Nato-Beitragshöhen laut wurde und US-Präsident Donald Trump sogar den Ausschluss Spaniens aus der Allianz in den Raum stellte.