Spektakuläre Flucht in Duisburg: Häftling sägt Gitter im 3. Stock durch und entkommt über das Dach
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Nach dem Ausbruch aus dem Gefängnisgebäude fahndet die Polizei nach dem flüchtigen Häftling.
Kletterpartie an der Gefängnisfassade
Ein Gefangener ist in Duisburg auf spektakuläre Weise aus der Haft entkommen. Nach Angaben der Duisburger Polizei läuft die Fahndung nach dem Flüchtigen auf Hochtouren.
Der Mann entfernte nach bisherigen Erkenntnissen einen Gitterstab vor seinem Zellenfenster im dritten Stockwerk des Gebäudes. Laut dem nordrhein-westfälischen Justizministerium wurde die Eisenstrebe möglicherweise durchgesägt.
Anschließend drückte der Häftling eine Feinvergitterung zur Seite, quetschte sich durch den schmalen Spalt und kletterte an der Fassade hoch in den vierten Stock. Dort überwand er die Sicherung der Dachkante und entkam über das Dach.
Justizminister schaltet Sicherheitsexperten ein
NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Bündnis 90/Die Grünen) reagierte mit deutlichen Worten auf den Vorfall. Er bezeichnete den Ausbruch als „absolut inakzeptabel“ und betonte, dass die Ergreifung des Mannes jetzt oberste Priorität habe.

Ein Sicherheitsexperte des Ministeriums wurde in die Anstalt entsandt, um die Ermittlungen aufzunehmen. Das Ministerium kündigte eine lückenlose Aufklärung an, um aus den Ergebnissen sofortige Konsequenzen für die Anstaltssicherheit zu ziehen.
Flüchtiger saß seit Februar in Haft
Der Mann befand sich seit dem 10. Februar wegen des Verdachts auf Diebstahl in Untersuchungshaft.
Zwischenzeitlich verurteilte ihn ein Gericht zu einer Haftstrafe von sechs Jahren. Dieses Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
