Statistisches Bundesamt: Deutlicher Männerüberschuss bei jungen Erwachsenen in Deutschland
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In den Altersgruppen unter 30 Jahren übersteigt die Zahl der Männer die der Frauen in Deutschland deutlich.
In Deutschland leben in den jüngeren Altersgruppen deutlich mehr Männer als Frauen. Laut aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes kommen in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen rechnerisch auf 100 Frauen rund 107 Männer.
Dieser statistische Überhang summiert sich bundesweit auf mehrere hunderttausend männliche Personen in den betreffenden Jahrgängen.
Ursachen für das Ungleichgewicht der Geschlechter
Biologisch bedingt werden seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen mehr Jungen als Mädchen geboren. Auf 1.000 weibliche Neugeborene kommen in Deutschland im langjährigen Mittel rund 1.055 männliche Säuglinge.
„Die Geschlechterproportion in den jüngeren Altersklassen resultiert primär aus der biologischen Geburtenrate und wird durch spezifische Wanderungsbewegungen verstärkt“, betont das Statistische Bundesamt in seinen demografischen Berichten.
Zusätzlich führt die Zuwanderung von Arbeits- und Ausbildungssuchenden in den Altersgruppen zwischen 18 und 35 Jahren zu einem weiteren Zuwachs an männlichen Einwohnern.
Regionale Verteilung und Abwanderungstrends
Besonders ausgeprägt zeigt sich der Männerüberschuss in ländlichen Regionen sowie in strukturschwachen Landkreisen. In Teilen Ostdeutschlands und peripheren Regionen Westdeutschlands kommen auf 100 junge Frauen stellenweise bis zu 115 junge Männer.
Ursache hierfür ist das Bildungs- und Wanderungsverhalten. Junge Frauen ziehen für akademische Ausbildungen und qualifizierte Dienstleistungsberufe überproportional häufig in urbane Ballungsräume.
Wesentliche statistische Kennzahlen zur Demografie
- Geburtenverhältnis: Der Anteil neugeborener Jungen liegt stabil bei rund 51,3 Prozent.
- Kernaltersgruppe 20 bis 25 Jahre: Der Männeranteil an der Gesamtbevölkerung dieser Kohorte beträgt über 52 Prozent.
- Kipppunkt der Statistik: Erst ab einem Alter von rund 60 Jahren übersteigt die Zahl der Frauen die der Männer aufgrund der höheren weiblichen Lebenserwartung.
Der statistische Überschuss junger Männer bleibt bis zum Eintritt in das mittlere Lebensalter in fast allen deutschen Bundesländern messbar.
