Zum Inhalt springen
On Air Festival

Stiftung Warentest warnt: Nur 4 von 25 Olivenölen sind wirklich gut

Verschiedene Flaschen mit Olivenöl auf einem Tisch für eine Qualitätsprüfung. Aktuelle News

Nur wenige Olivenöle aus dem Supermarkt erfüllen die strengen Kriterien der Tester.

Olivenöl gehört in fast jeden Haushalt. Doch der Kauf im Supermarkt gleicht mittlerweile einem Glücksspiel.

Ein aktueller Test der Stiftung Warentest liefert ein ernüchterndes Ergebnis: Wirklich hochwertiges Olivenöl ist zur absoluten Seltenheit geworden. Von 25 untersuchten Produkten erhielten lediglich vier die Note „gut“.

Die vier Testsieger

Nur vier Öle konnten die strengen Qualitätskriterien der Experten erfüllen. Sie punkteten mit einem ausgewogenen Aroma, das Noten von grünen Äpfeln oder Mandeln mit der typischen Bitterkeit und Schärfe vereint.

Diese Produkte überzeugten im Test:

  • Cillo Mono Natives Olivenöl extra Coratina (54 Euro pro Liter)
  • Alnatura Bio-Olivenöl nativ extra (13,98 Euro pro Liter)
  • Mitos Griechisches biologisches natives Olivenöl extra Bio
  • Bertolli Originale Natives Olivenöl extra

Das Feld der Testsieger zeigt deutlich: Qualität kostet. Keines der guten Öle ist für unter zehn Euro pro Liter zu haben. Wer zu den günstigsten Flaschen greift, landet laut Testbericht fast zwangsläufig bei mangelhafter Ware.

Mineralöl und ranziger Geschmack

Das Fazit für den Rest des Marktes fällt katastrophal aus. Acht der getesteten Öle fielen mit der Note „mangelhaft“ komplett durch.

Stiftung Warentest warnt: Nur 4 von 25 Olivenölen sind wirklich gut

Besonders dreist: Obwohl die Produkte das Etikett der höchsten Güteklasse „nativ extra“ trugen, rochen und schmeckten einige Proben schlammig, modrig oder ranzig. Noch alarmierender waren die chemischen Analysen.

  • Sieben Öle wiesen eine auffällig hohe Schadstoffbelastung auf.
  • In drei Produkten fanden die Tester Mineralölbestandteile.
  • Ein Bio-Öl war in nennenswerten Mengen mit Weichmachern belastet.

Markennamen schützen nicht vor Mängeln

Ernteausfälle und hohe Produktionskosten haben die Preise für Olivenöl lange in die Höhe getrieben. Die Ernte 2024/25 sorgte zwar für eine leichte Entspannung, sodass die Preise im November 2025 rund 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen.

Ein hoher Preis oder ein bekannter Markenname ist jedoch kein Garant für ein sauberes Produkt. Klimatische Extreme wie Hitze und Wassermangel setzen der sensiblen Olivenproduktion massiv zu.

Verbrauchern bleibt am Ende nur eine Möglichkeit: Unabhängige Tests studieren, bevor das Öl im Einkaufswagen landet. Andernfalls drohen Schadstoffe und verdorbene Aromen beim täglichen Kochen.