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Studie widerlegt Null-Emissions-Doktrin: E-Autos sparen im Schnitt nur 41 Prozent CO2

CO2 Emissionen im Vergleich Aktuelle News

Grafische Auswertung der CO2-Belastung verschiedener Antriebsarten.

Das Versprechen von emissionsfreien Elektrofahrzeugen dominiert die europäische Verkehrspolitik. Wer an der Ladesäule Ökostrom tankt, geht meist von einem CO2-Ausstoß von null Gramm aus.

Die physikalische Realität sieht jedoch anders aus. Da der Strommix maßgeblich von konventionellen Kraftwerken gestützt wird, verlagert sich die Verbrennung lediglich vom Auspuff in die Kraftwerke.

KIT-Experte rechnet CO2-Werte für E-SUVs vor

Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beziffert die tatsächlichen Belastungen anhand konkreter Fahr- und Ladedaten. Lädt ein Fahrzeug wie der VW ID.4 mit einem Verbrauch von 16,5 kWh pro 100 km über Nacht, fallen bei sechs Prozent Netzverlusten rechnerisch etwa 63 Gramm CO2 pro Kilometer an.

Wird das deutsche Ganzjahresmittel von 406 Gramm CO2 pro Kilowattstunde herangezogen, steigt der Wert auf 71 Gramm CO2 pro Kilometer. Da zu den typischen Ladezeiten fossile Grenzkraftwerke die Residuallast tragen, verdoppelt sich der tatsächliche Ausstoß in der Praxis oft.

Moderne Verbrennungsmotoren, die mit synthetischen oder regenerativen Kraftstoffen wie HVO betankt werden, bewegen sich auf einem vergleichbaren CO2-Niveau.

Studie widerlegt Null-Emissions-Doktrin: E-Autos sparen im Schnitt nur 41 Prozent CO2

CO2
Vergleich der CO2-Emissionen von Antriebskonzepten.

TUM-Metaanalyse entlarvt Rechenfehler der Regulierung

Eine umfassende Untersuchung der Technischen Universität München (TUM) analysierte 19 wissenschaftliche Studien mit insgesamt 47 Szenarien. Das Resultat widerspricht der behördlich unterstellten Klimaneutralität deutlich.

Batterieelektrische Fahrzeuge reduzieren die Treibhausgase im Vergleich zum klassischen Verbrennungsmotor demnach im Durchschnitt nur um 41 Prozent. Der sogenannte „Tailpipe“-Ansatz der EU, der Abgase ausschließlich am Endrohr misst und die Vorkette ignoriert, blendet wesentliche Emissionsquellen systematisch aus.

Forderung nach Technologieoffenheit

Die Einbeziehung nicht-fossiler Kraftstoffe in die Bestandsflotte könnte eine raschere Minderung bewirken als die reine Fokussierung auf Neuzulassungen. Ohne eine ehrliche Gesamtbilanzierung drohen die Klimaziele im Verkehrssektor trotz massiver Subventionen verfehlt zu werden.

Entweder öffnet die europäische Politik den Rechtsrahmen für CO2-neutrale Verbrennerkraftstoffe, oder die Vorgaben müssen an die reale Leistungsfähigkeit der Netze und Kraftwerksparks angepasst werden.