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Super E10 knackt Rekord mit 2,215 Euro: Warum Rohöl für 79 Dollar die Tankstellenpreise nicht erklärt

Super E10 knackt Rekord mit 2,215 Euro: Warum Rohöl für 79 Dollar die Tankstellenpreise nicht erklärt Aktuelle News

Super E10 knackt Rekord mit 2,215 Euro: Warum Rohöl für 79 Dollar die Tankstellenpreise nicht erklärt

Am 2. September 2026 kletterte der Preis für einen Liter Super E10 auf rund 2,215 Euro. Damit übertraf der Kraftstoff den bisherigen nominalen Höchststand von 2,20 Euro aus dem März 2022.

Das eigentliche Problem liegt jedoch im Vergleich zum Rohölmarkt: Anfang August notierte die Sorte Brent bei lediglich rund 79 US-Dollar pro Barrel. Die Preisgestaltung an den Zapfsäulen lässt sich damit kaum noch begründen.

2,22 Euro für den Liter Diesel: Die Ölpreis-Ausrede zieht nicht mehr
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Rohöl billiger, Sprit teurer: Die Rechnung geht nicht auf

Der ADAC übt deutliche Kritik an der Preispolitik der Mineralölkonzerne. Der Verkehrsclub stellt klar, dass die Rohölentwicklung das aktuelle Preisniveau an den deutschen Tankstellen nur unzureichend erklärt und die Preise künstlich überhöht wirken.

Ein Blick auf das Frühjahr verdeutlicht das Missverhältnis: Im April kostete Brent zeitweise mehr als 100 Dollar je Barrel, während der Monatsdurchschnitt für E10 bei 2,109 Euro lag. Im August lag der Durchschnittspreis dagegen bei 2,145 Euro – trotz wesentlich geringerer Rohstoffkosten.

Inflationsbereinigt waren Kraftstoffe zwar im Jahr 2012 teurer. Die mangelnde Nachvollziehbarkeit der aktuellen Kalkulationen entschärft dieser historische Vergleich jedoch nicht.

Geopolitische Risiken und Marktdynamiken

Konzerne verweisen regelmäßig auf geopolitische Krisenherde. Die anhaltenden Einschränkungen in der Straße von Hormus, über die historisch rund 20 Prozent des weltweiten Rohöls transportiert werden, treiben Risikoaufschläge in die Notierungen.

Brent stieg zuletzt zeitweise wieder an, dennoch hält der historische Vergleich der Margen der Argumentation nicht stand.

Verwerfungen zwischen Benzin und Diesel

Gleichzeitig verlor die gewohnte parallele Preisentwicklung von Benzin und Diesel an Stabilität. Im August verteuerte sich Diesel zeitweise um fast 13 Cent pro Liter, während Super E10 moderater anzog.

Hintergrund sind Engpässe bei Mitteldestillaten, verstärkt durch Angriffe auf russische Raffinerien und den hohen deutschen Importbedarf. Kurze Zeit später drehte sich das Bild erneut, als Diesel nachgab und Benzin weiter zulegte.

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