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Super E10 steigt auf 2,183 Euro: Warum Diesel gleichzeitig billiger wird

Super E10 steigt auf 2,183 Euro: Warum Diesel gleichzeitig billiger wird Aktuelle News

Super E10 steigt auf 2,183 Euro: Warum Diesel gleichzeitig billiger wird

Die jahrelang gewohnte Kopplung von Benzin- und Dieselpreisen ist an den deutschen Zapfsäulen derzeit außer Kraft gesetzt. Autofahrer erleben eine bemerkenswerte Entwicklung bei den Kraftstoffkosten.

Laut aktuellen ADAC-Daten kletterte der Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt auf 2,183 Euro. Das entspricht einem Plus von 2,8 Cent innerhalb von nur sieben Tagen – der Ottokraftstoff nähert sich damit rasant früheren Höchstständen.

Ölpreis und Rohstoffmärkte im Spannungsfeld

Völlig anders verhält sich der Markt beim Diesel: Der Preis für den Selbstzünder-Kraftstoff sank im gleichen Zeitraum um 1,6 Cent auf durchschnittlich 2,232 Euro pro Liter. Trotz des weiterhin hohen Niveaus zeigt der Trend hier nach unten.

Die Mineralölkonzerne verweisen bei Preisanpassungen regelmäßig auf den Weltmarkt. Gezielte militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sowie Niedrigwasser auf dem Rhein trieben die Nordseesorte Brent zuletzt um rund acht Prozent auf knapp 95 US-Dollar pro Barrel.

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Entkopplung von Rohöl und Zapfsäule

Ein Anstieg des Rohölpreises müsste theoretisch alle Kraftstoffsorten gleichermaßen verteuern. Dass Diesel nachgibt, während Benzin teurer wird, wirft Fragen auf.

Der ADAC bewertet das aktuelle Preisniveau an den Tankstellen als überhöht. Der Anstieg des Rohölpreises liefere keine ausreichende Begründung für die jüngsten Preissprünge beim Benzin, da das Rohöl-Preisniveau noch deutlich unter früheren Rekorden liege.

Öl-Multis und Steuern: Zwei Faktoren treiben Rekordpreise
Öl-Multis und Steuern treiben die Rekordpreise an den Tankstellen

Welche Abgaben den Spritpreis bestimmen

Neben den Margen der Mineralölkonzerne bestimmt vor allem die staatliche Abgabenlast den Endpreis pro Liter:

  • Energiesteuer: Ein fixer Steuerbetrag pro Liter Kraftstoff.
  • CO2-Preis: Der gesetzlich festgelegte Aufschlag zur Bepreisung von fossilen Emissionen verteuert Benzin und Diesel kontinuierlich.
  • THG-Quote: Die Treibhausgasminderungsquote verpflichtet Mineralölunternehmen zur Reduktion von Emissionen, was Kosten auf den Kraftstoffpreis umlegt.
  • Mehrwertsteuer: 19 Prozent Mehrwertsteuer fallen auf den gesamten Betrag inklusive aller zuvor erhobenen Steuern an.

Gezielte Zeitfenster zum Sparen nutzen

Autofahrer können Preisunterschiede im Tagesverlauf gezielt für Einsparungen nutzen:

  • Vormittags tanken: Zwischen 10 und 11 Uhr, unmittelbar vor den typischen Preiserhöhungen um 12 Uhr, sind die Tarife oft am niedrigsten.
  • Abendstunden wählen: Ab 20 Uhr sinken die Preise im Schnitt um 4,8 Cent pro Liter gegenüber dem Mittagshoch.
  • Autobahnen meiden: Stationen direkt an Autobahnen verlangen im Schnitt 20 bis 30 Cent mehr pro Liter als Tankstellen abseits der Fernstraßen. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern macht dies 10 bis 15 Euro Unterschied aus.

1 Kommentar

  1. Jörg Wosch

    Das ist doch noch Billig . Gestern HEM 2,38 € der E10 ! Taschen Füllen macht Spaß…