SV Elversberg dreht 1:3-Rückstand: 4:3-Sieg in Gladbach trotz Fehlentscheidung
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SV Elversberg dreht 1:3-Rückstand: 4:3-Sieg in Gladbach trotz Fehlentscheidung
Die SV Elversberg setzt ihren perfekten Bundesliga-Start fort. Der Aufsteiger drehte bei Borussia Mönchengladbach einen 1:3-Rückstand und setzte sich am Ende mit 4:3 (1:2) durch. Nach dem überraschenden 3:2-Auftaktsieg gegen Bayer Leverkusen stehen die Saarländer nun bei sechs Punkten aus zwei Spielen.
Gladbachs Trainer Eugen Polanski veränderte seine Startformation nach der 0:3-Niederlage in Leipzig auf drei Positionen. Unter anderem feierte der 18-jährige Mathieu Nguefack sein Startelf-Debüt im defensiven Mittelfeld anstelle von Kevin Stöger. SVE-Trainer Vincent Wagner vertraute exakt der Elf des ersten Spieltags.
Frühe Führung und schneller Ausgleich
Elversberg attackierte früh, die Tore fielen zunächst jedoch auf der anderen Seite. In der 11. Minute leitete Nguefack einen zu kurz abgewehrten Ball per Direktabnahme auf den zweiten Pfosten weiter, wo Hugo Bolin per Kopf zum 1:0 für Gladbach traf. Nur eine Minute später vertändelte Nguefack den Ball vor dem eigenen Strafraum, doch Francis Onyeka traf für Elversberg nur den linken Pfosten.
In der 29. Minute fiel der verdiente Ausgleich: David Mokwa setzte sich an der Mittellinie im Laufduell gegen Ko Itakura durch, überwand auch Kevin Diks und schloss sicher gegen Gladbach-Torhüter Moritz Nicolas zum 1:1 ab.
Wirbel um falschen Einwurf und Platzverweis
Kurz vor dem Halbzeitpfiff überschlugen sich die Ereignisse. VfL-Stürmer Tim Kleindienst spitzelte den Ball im Zweikampf ins Seitenaus und führte den fälligen Einwurf unerlaubt selbst aus. Schiedsrichter Martin Petersen übersah den Regelverstoß, Gladbach konterte schnell über Franck Honorat, und Bolin traf flach ins rechte Eck zum 2:1 (44.).
Warum der Video-Assistent stumm blieb
Der Video-Assistent Daniel Siebert durfte laut Protokoll nicht eingreifen, da falsche Einwürfe nicht in den Zuständigkeitsbereich des VAR fallen. Elversbergs Coach Vincent Wagner reklamierte nach Ansicht der Videobilder an der Seitenlinie und sah die Gelbe Karte. Auf dem Weg in die Kabine suchte er erneut das Gespräch mit Petersen und erhielt Gelb-Rot.
Schiedsrichter Petersen räumte seinen Fehler nach der Partie ein und erklärte, er habe einen ungünstigen Blickwinkel gehabt. Wagner verfolgte den zweiten Durchgang von der Tribüne aus und kündigte an, auf eine Rücknahme der Sperre durch den DFB zu hoffen.
Krattenmacher führt die Wende an
Gladbach baute die Führung nach der Pause zunächst aus. Joe Scally, der im abgelaufenen Transferfenster vor einem Wechsel gestanden hatte, traf nach Vorarbeit von Philipp Sander und Honorat zum 3:1.
Elversberg gab sich jedoch nicht geschlagen. Maurice Krattenmacher staubte in der 66. Minute im Fallen zum 2:3 ab. In der 80. Minute verwandelte Felix Keidel einen direkten Freistoß zum 3:3-Ausgleich, nachdem Gladbachs Drei-Mann-Mauer auseinandergebrochen war.
In der Nachspielzeit lief Gladbach in einen Konter der Gäste. Erneut war es Krattenmacher, der in der 92. Minute den entscheidenden Treffer zum 4:3-Endstand erzielte.
Gegensätzliche Aussichten vor dem 3. Spieltag
Während Gladbach mit null Punkten im Tabellenkeller verharrt und am Samstag beim SC Freiburg antritt, geht Elversberg mit voller Punkteausbeute in das Heimspiel gegen den FC Bayern München.
