Swiss Boeing 777 über dem Atlantik: Rätselhafter Geruch zwingt Flug LX9 zur Notlandung
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Eine Boeing 777-300ER der Fluggesellschaft Swiss.
Ein Transatlantikflug der Swiss von Chicago nach Zürich endete am Dienstag, den 25. August 2026, ungeplant auf den Azoren. Die Crew der Boeing 777-300ER mit dem Kennzeichen HB-JNF setzte mitten über dem Ozean den internationalen Notfallcode Squawk 7700 ab.
Der Pilot änderte daraufhin den Kurs und leitete die Maschine zum Lajes Field auf der Insel Terceira um. Die Landung auf dem portugiesischen Archipel erfolgte um 8:30 Uhr morgens.
Ursache: Unbekannter Geruch in der Kabine
Auf Anfrage bestätigte die Airline die sogenannte „Diversion“. Hintergrund des Vorfalls war ein stechender Geruch, der in der Economy Class wahrgenommen wurde. Um die Sicherheit der 222 Passagiere und 16 Crewmitglieder zu gewährleisten, deklarierte die Besatzung eine Luftnotlage, um Vorrang bei der Landung zu erhalten.
Nach dem Aufsetzen konnten alle Insassen das Flugzeug planmäßig verlassen. Fünf Passagiere und ein Besatzungsmitglied wurden vorsorglich medizinisch untersucht, da sie über Kopfschmerzen, Übelkeit oder gereizte Augen klagten. Eine weiterführende medizinische Behandlung war laut Airline jedoch nicht erforderlich.
Planungen für die Weiterreise
Die Airline arbeitet derzeit an einer Lösung für die gestrandeten Passagiere. Ein Ersatzflug ist für den heutigen Tag ab Zürich geplant, um die Reisenden und die Crew von den Azoren abzuholen. Die Ankunft in Zürich wird für den späten Abend um 22:15 Uhr erwartet.

Was genau den Geruch an Bord ausgelöst hat, ist derzeit noch Gegenstand von Untersuchungen. Die Experten der Airline prüfen das betroffene Flugzeug nun eingehend. Eine Spekulation über die Ursache wurde seitens der Swiss ausdrücklich abgelehnt.
Details zum Fluggerät
Die Boeing 777-300ER mit der Kennzeichen HB-JNF ist seit 2016 bei der Swiss im Einsatz. Die Maschine ist als ein besonderes Flugzeug der Flotte bekannt: Sie war 2024 als letzte der Boeing-777-Serie mit der sogenannten AeroSHARK-Technologie ausgerüstet worden. Dabei handelt es sich um eine spezielle Oberflächenfolie, die den Luftwiderstand und damit den Kerosinverbrauch senken soll.
Der international bekannte Code Squawk 7700 dient der Flugsicherung als klares Signal für eine allgemeine Notlage. Er wird von Piloten aktiviert, wenn technische Probleme oder medizinische Notfälle an Bord eine sofortige Reaktion erfordern.
