Telekom ersetzt alte Festnetzanschlüsse: Risiken bei Notruf und Stromausfall
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Die Telefon-Box Call Connect via Funk der Telekom.
Die Deutsche Telekom baut die verbliebene Übergangstechnik für reine Festnetzanschlüsse schrittweise ab. Betroffen sind vor allem Haushalte, die keinen Internetzugang gebucht haben und ihren Anschluss ausschließlich für Telefongespräche nutzen.
Kunden müssen vorerst nicht selbst aktiv werden, da der Bonner Konzern die Betroffenen direkt kontaktiert. Als Nachfolgelösung bietet das Unternehmen die Hardware-Box „Call Connect via Funk“ an, die herkömmliche Telefonapparate ins Mobilfunknetz einbindet.
Mobilfunk statt Kupferleitung: Die Funktionsweise
Telefon-Box „Call Connect via Funk“ der Telekom.
Für Nutzer soll sich die Umstellung im Alltag kaum bemerkbar machen. Die bestehende Festnetznummer bleibt erhalten und eine separate SIM-Karte muss nicht eingelegt werden.
Im Hintergrund werden Gespräche jedoch nicht mehr über die Festnetzleitung, sondern über das Mobilfunknetz abgewickelt. Neben möglichen Schwankungen beim Mobilfunkempfang bringt dieser Systemwechsel weitere funktionale Änderungen mit sich.
Keine Telefonie bei Stromausfall
Klassische analoge Telefone wurden direkt über die Kupferdoppelader des Telefonnetzes mit Strom versorgt und blieben selbst bei lokalen Stromausfällen einsatzbereit. Diese Notlaufeigenschaft entfällt mit der Funk-Box vollständig.

Das neue Endgerät benötigt zwingend eine Verbindung zum häuslichen Stromnetz. Fällt der Haushaltsstrom aus, ist der Anschluss weder für ausgehende noch für eingehende Telefonate erreichbar.
Für die Platzierung der Box gelten zudem technische Einschränkungen: Sie benötigt eine eigene Wandsteckdose, da der Betrieb an Mehrfachsteckern nicht empfohlen wird. Laut Bedienungsanleitung sollten Verbraucher außerdem Abstand zu Heizkörpern, Öfen, Mikrowellen, TV-Geräten und Raumecken halten, um Signalstörungen zu vermeiden.
Hausnotrufsysteme und Gebührenfallen
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn über den Telefonanschluss sensible Zusatztechnik wie ein Hausnotruf oder eine Alarmanlage betrieben wird. Betroffene sollten vor einem Tarifwechsel direkt beim jeweiligen Diensteanbieter klären, ob das System mit der Mobilfunklösung kompatibel ist.
Auch die Tarifdetails erfordern Aufmerksamkeit: Die enthaltene Telefon-Flatrate der neuen Funk-Option deckt nicht alle Gesprächsarten ab, wodurch für bestimmte Sonderrufnummern oder Verbindungen Zusatzkosten entstehen können.

