Zum Inhalt springen
On Air Festival

Tödliche Unfälle in Iffezheim: 2 Rennpferde sterben während der Großen Woche

Pferderennen auf der Pferderennbahn in Iffezheim Aktuelle News

Auf der Galopprennbahn in Iffezheim kam es während der traditionsreichen Rennwoche zu zwei tödlichen Vorfällen.

Die traditionsreiche Große Woche auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Rastatt wird von zwei Todesfällen überschattet. Zwei Pferde verunglückten während der laufenden Rennwoche tödlich. Bereits beim diesjährigen Frühjahrsmeeting war ein Tier auf der Anlage gestorben.

Ein Pferderennen auf der Pferderennbahn in Iffezheim
Ein Pferderennen auf der Galopprennbahn in Iffezheim.

Tödliche Zwischenfälle auf der Rennstrecke

Eines der Tiere erlitt am Dienstag mitten im Lauf den Abriss einer Hauptschlagader und verstarb augenblicklich auf der Bahn. Ein zweites Pferd zog sich bei einem schweren Sturz einen Bruch des Fesselbeins zu und überlebte die Verletzungen nicht.

Bereits im Jahr 2023 war es in Iffezheim zu einem tödlichen Sturz gekommen. Der Rennveranstalter Baden-Galopp reagierte mit großem Bedauern auf die aktuellen Geschehnisse und drückte den beteiligten Teams sein Mitgefühl aus.

Ein weiteres wichtiges Rennen bei der Grossen Woche in Iffezheim geht an England. Jockey Daniel Muscutt schwärmt von den Bedingungen.
Impressionen vom traditionsreichen Renngeschehen in Iffezheim.

Veranstalter verweist auf Unfallstatistik

Nach Angaben von Stephan Buchner, Geschäftsführer von Baden-Galopp, war der Aortenriss kein typischer Rennunfall. Eine solche Ruptur könne jederzeit ohne vorherige Anzeichen auftreten.

Bei den Sturzverletzungen handele es sich hingegen um bedauerliche Unfälle, wie sie im Rennsport vereinzelt vorkommen. In den vergangenen sechs Jahren habe es bei rund 5.000 Starterpferden unter der Leitung des Betreibers insgesamt vier Todesfälle gegeben.

Tödliche Unfälle in Iffezheim: 2 Rennpferde sterben während der Großen Woche

PETA stellt Strafanzeige, Landratsamt prüft

Die Tierschutzorganisation PETA erhob schwere Vorwürfe gegen die Veranstalter und forderte die sofortige Absage des Events. Zudem kündigte die Organisation eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Baden-Baden an. Baden-Galopp wies den Vorwurf der Tierquälerei entschieden zurück.

Das zuständige Landratsamt Rastatt kündigte an, den Vorfall genau zu untersuchen. Sollte menschliches Fehlverhalten nachgewiesen werden, drohen entsprechende Sanktionen.

Die Große Woche gilt mit rund 50.000 Zuschauern als eines der wichtigsten Galoppsport-Events in Deutschland. Die Veranstaltung läuft noch bis zum Wochenende und gipfelt sportlich im Großen Preis von Baden.