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Tödlicher Unfall am Wiesn-Fahrgeschäft Hangover: Polizei ermittelt zur Ursache

Freefall-Tower Hangover auf dem Münchner Oktoberfest Aktuelle News

Nach einer umfassenden Sicherheitsprüfung durch den TÜV Süd wurde der 85 Meter hohe Freifallturm wieder freigegeben.

Nach einem tödlichen Unfall am 85 Meter hohen Freifallturm Hangover auf dem Münchner Oktoberfest hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur genauen Ursache aufgenommen. Ein 52-jähriger Sicherheitsmitarbeiter erlag in einer Klinik seinen schweren Verletzungen, nachdem er im Gefahrenbereich von der herabfahrenden Gondel erfasst worden war. Technische Mängel schlossen die Prüfer nach eingehenden Kontrollen aus.

Das Unglück ereignete sich am späten Montagabend gegen 21:50 Uhr. Beamte der Polizei München leisteten unmittelbar nach dem Vorfall Erste Hilfe und leiteten Reanimationsmaßnahmen ein, bevor der Rettungsdienst übernahm. Das Kriseninterventionsteam betreute vor Ort Augenzeugen, Fahrgäste sowie Mitarbeiter des Betriebs.

Ermittlungen der Kriminalpolizei: Unfallursache im Fokus

Für die Klärung der genauen Umstände ist das Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei zuständig, das routinemäßig Betriebsunfälle untersucht. Die Ermittler gehen von einem Unfallgeschehen aus, da sich der Verunglückte in einem abgesperrten Areal unterhalb der Gondel befand, zu dem während der Fahrt kein Zutritt gestattet ist. Warum der Mann diesen Bereich betrat, bleibt Gegenstand der behördlichen Prüfungen.

„K13 hat die Aufgabe, herauszufinden, ob jemandem ein Vorwurf gemacht werden kann.“

Die Gondel des Fahrgeschäfts erreicht im freien Fall Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde, wird jedoch im unteren Abschnitt vor dem Stillstand automatisch abgebremst. Die Polizei hat Zeugen aufgerufen, Bild- und Videomaterial bereitzustellen, um den genauen Ablauf lückenlos zu rekonstruieren.

Technische Überprüfung und Freigabe durch den TÜV Süd

Direkt nach dem Vorfall stand die Anlage still, während mehrere Kontrollinstanzen eingeschaltet wurden. Neben den Ermittlungsbehörden überprüften Sachverständige vom TÜV Süd, die Lokalbaukommission sowie das Gewerbeaufsichtsamt die gesamte Konstruktion und Steuerungselektronik. Es wurden keinerlei technische Defekte festgestellt.

Nach Vorliegen aller Prüfberichte erteilte das zuständige Münchner Ordnungsamt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Freigabe. Das Fahrgeschäft der Betreiberfamilie Schneider, das seit 2022 auf der Wiesn vertreten ist, nahm daraufhin den Publikumsbetrieb wieder auf.

Sicherheitsstandards und Faktenlage im Überblick

Prüfpunkt Offizieller Ermittlungsstand
Technischer Zustand Keine Mängel festgestellt; Prüfung nach Norm DIN EN 13814
Unfallort / Bereich Gefahrenbereich unterhalb der Gondel des 85-Meter-Turms
Beteiligte Stellen Kripo München (K13), TÜV Süd, Gewerbeaufsicht, Ordnungsamt
Betriebsstatus Vollständig freigegeben und regulär geöffnet

Faktencheck: Technischer Fehler versus Betriebsunfall

In der Öffentlichkeit kursieren nach solchen Vorfällen häufig Spekulationen über Materialermüdung oder Ausfälle der Bremsanlagen von Fahrgeschäften. Auf Großveranstaltungen gelten jedoch streng reglementierte Normen wie die DIN EN 13814, die Bau, Instandhaltung und tägliche Kontrollen verbindlich vorschreiben.

  • Populärer Irrglaube: Das Unglück sei durch eine Fehlfunktion der Gondelabbremsung ausgelöst worden.
  • Behördliche Faktenlage: Die Brems- und Sicherheitssysteme funktionierten einwandfrei; die Ursache liegt im unberechtigten Aufenthalt einer Person im Gefahrenbereich.
  • Sicherheitsprotokoll: Für Fahrgäste bestand nach Angaben der Prüfbehörden und Betreiber zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung durch mechanische Schäden.

„Dieser schreckliche Unfall hat uns ins Bewusstsein gerufen, wie nah Freude und Leid beieinanderliegen können.“

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause sowie Wiesn-Chef Christian Scharpf drückten den Hinterbliebenen ihr Beileid aus. Peter Bausch vom Münchner Schausteller Verein betonte die hohen Sicherheitsauflagen in Deutschland. Zur Erinnerung an den verstorbenen Mitarbeiter ist unter anderem ein Gedenken im Rahmen des traditionellen Schaustellergottesdienstes im Marstall-Festzelt vorgesehen.

💡 Die behördlichen Untersuchungen der Münchner Kriminalpolizei zum genauen Hergang dauern an.

🔍 Technische Überprüfungen haben bestätigt, dass moderne Sicherheitsstandards an Fahrgeschäften streng überwacht werden.

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