Transfer-Analyse per WhatsApp: Wie eine neue KI 50-Millionen-Deals bewertet
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Tobias Schweinsteiger setzt mit einem neuen KI-Assistenten auf automatisierte Spielanalysen im Profifußball.
Vor dem Schließen des Sommertransferfensters am 1. September steigt der Druck auf die sportliche Führung in den Bundesligaclubs. Um Kaderentscheidungen in letzter Minute abzusichern, greifen Verantwortliche zunehmend auf automatisierte Datenmodelle zurück.
Das Münchner Unternehmen Gamecode.Ai hat dafür einen speziellen Chatbot entwickelt, der als digitaler Performance- und Scouting-Assistent fungiert. Gegründet wurde das Start-up von Ex-Profi Tobias Schweinsteiger und dem ehemaligen DFB-Akademieleiter Dr. Tobias Haupt.
Scouting-Berichte direkt im WhatsApp-Chat
Die Software bündelt komplexe Leistungsmetriken und Videosequenzen in einer Chat-Oberfläche. Sportdirektoren und Trainer fordern Analysen zu potenziellen Neuzugängen unkompliziert per Textnachricht an, anstatt zeitaufwendig Rohdaten zu sichten.
Das System prüft dabei, ob das individuelle Profil eines Spielers zur taktischen Ausrichtung des jeweiligen Vereins passt. Im Fokus steht die Frage, ob geforderte Marktwerte und Ablösesummen sportlich gerechtfertigt sind.
Praxistest: El Mala im europaweiten Flügelspieler-Vergleich
Anhand konkreter Transferfragen zeigt das Tool detaillierte Leistungsprofile. Bei der Analyse von Saïd El Mala, für den der 1. FC Köln eine Ablöse von über 50 Millionen Euro ansetzte, verglich die KI den Offensivspieler mit der europäischen Konkurrenz.

Untersucht wurden unter anderem die Erfolgsquote von Tiefenläufen, Dribblings in den gegnerischen Strafraum sowie die Entscheidungsfindung in engen Spielsituationen.
Europäische Spitzenwerte und Talentvergleich
Im erstellten Ranking dominieren etablierte Stars: Vinícius Junior von Real Madrid führt die Statistik vor Barcelonas Lamine Yamal und Yan Diomandé an. Dahinter folgen Offensivkräfte wie Kylian Mbappé, Luis Díaz und Michael Olise.
Trotz der hochkarätigen Konkurrenz landete El Mala unter den besten 15 Flügelspielern Europas. Damit platzierte ihn der Algorithmus bei diesen Parametern vor anderen Nachwuchshoffnungen wie Bayern-Talent Lennart Karl.
