Trauer um Angry Anderson: Rose-Tattoo-Sänger mit 79 Jahren in Australien gestorben
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Angry Anderson prägte über Jahrzehnte den australischen Hardrock als Frontmann von Rose Tattoo.
Der australische Rocksänger Angry Anderson ist im Alter von 79 Jahren in der Nacht zu Montag in Australien gestorben. Dies gaben seine Bandkollegen von Rose Tattoo sowie seine Familie über die offizielle Facebook-Präsenz der Gruppe bekannt. Mit seiner rauen Stimme und der Bandgründung im Jahr 1976 prägte der Musiker über Jahrzehnte hinweg die internationale Rock- und Metalszene.
Die Hinterbliebenen und Bandmitglieder würdigten den Frontmann, der mit bürgerlichem Namen Gary Stephen Anderson hieß, mit emotionalen Worten des Abschieds:
»Er war ein hingebungsvoller Vater und ein sehr geschätztes Mitglied der Musik- und Entertainmentszene.«
Rocksänger Anderson (1981): »Rock ’n’ Roll Outlaw«
Vom Pub-Rock zum weltweiten Kultstatus
Zusammen mit Formationen wie AC/DC definierte Angry Anderson mit Rose Tattoo ab 1976 den erdigen, bluesbasierten Hardrock, für den Australien weltweit berühmt wurde. Die fünfköpfige Band setzte auf eine markante Ästhetik zwischen rauem Auftreten und machistischer Romantik. Zu den Klassikern der Bandgeschichte zählen Hymnen wie »Bad Boy for Love«, »Rock ’n’ Roll Outlaw« und »Stuck on You«, die zwischen 1977 und 1987 für zahlreiche Hitparaden-Platzierungen in Australien sorgten.
Neben dem Bandgefüge feierte der Sänger auch solo beachtliche Erfolge. Seine Solosingle »Suddenly« kletterte auf Platz drei der britischen Charts, nachdem das Lied in der beliebten Seifenoper »Neighbours« während der TV-Hochzeit der Figuren von Kylie Minogue und Jason Donovan gespielt worden war.
Ausflug nach Hollywood und die Rückkehr auf die Bühne
Mit seiner markanten Glatze und seinem expressiven Mienenspiel erlangte Angry Anderson auch abseits der Musikbühnen große Bekanntheit. Im Jahr 1985 war er an der Seite von Tina Turner im Blockbuster »Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel« (Mad Max 3) als Mitglied der Sicherheitstruppe von Aunty Entity auf der Kinoleinwand zu sehen. 1992 folgte ein Auftritt als König Herodes im Musical »Jesus Christ Superstar«.
Schauspieler Anderson (vorne links) in »Mad Max 3«
Schauspieler Anderson (vorne links) in »Mad Max 3«
Nachdem sich Rose Tattoo 1987 aufgelöst hatten, fand die Band 1993 auf ausdrücklichen Wunsch von Guns N‘ Roses für deren Australien-Tournee im Vorprogramm wieder zusammen. Ab 1998 traten die Musiker wieder regelmäßig auf. Auch schwere Rückschläge wie die Krebserkrankung und der spätere Tod des Slidegitarristen Pete Wells im Jahr 2006 stoppten die Live-Präsenz der Gruppe nicht dauerhaft.
Große Erfolge vor deutschem Publikum
Besonders in Deutschland verfügte die Band über eine treue Fangemeinde. Im Jahr 2005 spielten Rose Tattoo auf dem Lausitzring im Rahmen eines Festivals der Böhsen Onkelz vor rund 120.000 Zuschauern. Auch die Studioalben »Pain« (2002) und »Blood Brothers« (2007) sicherten sich feste Plätze in den deutschen Charts.

Rose-Tattoo-Sänger Angry Anderson
Im vergangenen August tourte die Gruppe unter dem vielsagenden Tourtitel »One Last Ride« durch Europa und trat unter anderem beim renommierten Heavy-Metal-Festival in Wacken auf. Die Konzertreise musste jedoch vorzeitig abgebrochen werden, nachdem Anderson wegen gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.
»Wir sind zutiefst bestürzt darüber, dass wir diese Tournee nicht fortsetzen und die verbleibenden Konzerte nicht mit euch teilen können.«
Meilensteine der Musikerkarriere
Die Laufbahn von Gary Stephen Anderson war von prägenden Momenten im Hardrock und Entertainment gekennzeichnet:
| Kategorie | Details & Stationen |
|---|---|
| Bandgründung | 1976 Formierung von Rose Tattoo in Australien |
| Große Hits | »Bad Boy for Love«, »Rock ’n’ Roll Outlaw«, »Stuck on You« |
| Solo-Erfolg | Platz 3 in Großbritannien mit der Single »Suddenly« |
| Filmrolle | 1985 in »Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel« mit Tina Turner |
| Tour-Highlights | Support für Guns N‘ Roses (1993), Lausitzring (2005), Wacken Open Air |
| Chart-Alben (DE) | »Pain« (2002) und »Blood Brothers« (2007) |
🎸 Mit Angry Anderson verliert die internationale Rocklandschaft eine ihrer markantesten Persönlichkeiten und eine unverwechselbare Stimme des australischen Pub- und Hardrock.
🔍 Seine Songs und Auftritte auf den großen Bühnen bleiben Generationen von Rockfans in bleibender Erinnerung.
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