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Trauerbuche in Baden-Baden: Wie die Lichtentaler Allee seit dem 19. Jahrhundert um ihr Wahrzeichen kämpft

Trauerbuche in Baden-Baden: Wie die Lichtentaler Allee seit dem 19. Jahrhundert um ihr Wahrzeichen kämpft Aktuelle News

Trauerbuche in Baden-Baden: Wie die Lichtentaler Allee seit dem 19. Jahrhundert um ihr Wahrzeichen kämpft

Die historische Trauerbuche in der Baden-Badener Lichtentaler Allee gilt als eines der markantesten Baumdenkmäler der Kurstadt. Seit Jahrzehnten widmet das städtische Gartenamt dem monumentalen Gewächs besondere Aufmerksamkeit.

Baum
Trauerbuche in der Lichtentaler Allee

Trauerbuche Lichtentaler Allee, Ansicht auf einen Bild aus dem 19 Jahrhundert, das Gartenbauamtschef Markus Brunsing zeigt
Trauerbuche Lichtentaler Allee, Ansicht auf einem Bild aus dem 19. Jahrhundert, gezeigt von Gartenamtsleiter Markus Brunsing

Historische Wurzeln und ständige Überwachung

Bereits auf historischen Abbildungen aus dem 19. Jahrhundert prägte die Trauerbuche das Bild der weltberühmten Parkanlage. Gartenamtsleiter Markus Brunsing dokumentiert die Geschichte des Baumes anhand historischer Bildzeugnisse.

alter Baum
Historische Ansicht des alten Baumes

Baum
Die weit ausladende Krone der Trauerbuche

Das hohe Alter und die enorme Ausladung der Äste stellen Baumexperten vor dauerhafte Herausforderungen. Schäden an Stamm und Rinde verlangen regelmäßige Kontrollen, um die Standsicherheit entlang der Spazierwege zu gewährleisten.

Baumstamm mit Schaden
Schadstelle am Stamm der Trauerbuche

Baum
Dokumentation von Schadbereichen am Baum

Aufwendige Sicherungsarbeiten

Um die Trauerbuche zu entlasten, waren über die Jahre gezielte Rückschnitte unumgänglich. Fachkräfte wie Baumpfleger Veit Oesterle führten Schnittmaßnahmen an gefährdeten Kronenteilen durch.

Arbeiter am Baum
Veit Oesterle bei Arbeiten an gekappten Ästen

Baum arbeiten
Abtransport abgesägter Astpartien

Spezielle Schutzanstriche schützen freiliegendes Holz vor Witterungseinflüssen und Pilzbefall. Ziel der Maßnahmen ist es, Fäulnisprozesse im Inneren des Stammes so weit wie möglich zu verlangsamen.

Baumstamm
Behandelter Stammbereich

Schutzanstrich Baum
Schutzanstrich auf dem Baumstamm

Stützkonstruktionen und Totholzüberwachung

Trotz aller Pflege hinterlässt das Alter deutliche Spuren in der Holzsubstanz. Morsches Kernholz wird regelmäßig begutachtet, um ein unkontrolliertes Ausbrechen schwerer Kronenteile zu verhindern.

Gartenamtsleiter Markus Brunsing überwacht die statischen Sicherungsmaßnahmen vor Ort. Schwere Äste werden durch stählerne Stützgerüste abgefangen, in die das Holz im Laufe der Zeit hineinwächst.

Zukunft des Baumbestands

Neben dem Erhalt des Altbaums spielt die Verjüngung des Bestands in der Lichtentaler Allee eine zentrale Rolle. Junge Bäume werden in unmittelbarer Nähe herangezogen, um das historische Ensemble langfristig zu sichern.

Die Kombination aus dauerhafter baumpflegerischer Betreuung, technischen Stützsystemen und vorsorglicher Nachpflanzung sichert das Erscheinungsbild der Lichtentaler Allee für künftige Generationen.