Trauriger Fund in Brandenburg: Bekannter Elch Bert nach fast neun Jahren gestorben
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Elch Bert lieferte Forschenden über fast neun Jahre hinweg wertvolle Bewegungsdaten aus Brandenburg.
Der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Elch Bert ist tot. Das Tier lebte seit Februar 2018 in Deutschland und wurde fast neun Jahre lang lückenlos mit einem GPS-Sender überwacht, bevor es an einem Samstag verendete. Durch seinen Tod schrumpft die bekannte Elchpopulation im Land Brandenburg von fünf auf nunmehr vier wilde Elche.
Der Verlust trifft die Wissenschaft schwer, da das Tier über viele Jahre hinweg wertvolle Einblicke in das Raum- und Wanderverhalten von Elchen in mitteleuropäischen Kulturlandschaften lieferte. Die Nachricht markiert das Ende einer der längsten kontinuierlichen Wildtierbeobachtungen der Region.
„Sein Tod macht uns sehr traurig. Fast neun Jahre lang wussten wir praktisch jeden Tag, wo er war.“
Rätselhafte Verletzung: Was geschah im Naturpark Nuthe-Nieplitz?
Die genaue Todesursache des Tieres ist bislang nicht abschließend geklärt. Eine Sektion am renommierten Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin brachte jedoch schwere körperliche Schäden ans Licht. Wildtierexperte Frank-Uwe Michler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) berichtete von einem stumpfen Trauma an der Flanke des Elchs, das zu einem Hämatom in der beachtlichen Größe eines Fußballs führte.
Zwei Hypothesen zur Entstehung des Traumas
Für die tödlichen Verletzungen kommen nach aktuellem Stand vor allem zwei Szenarien in Betracht:
- Konflikt mit Weidevieh: Während der Brunftzeit hielt sich der Elchbulle regelmäßig auf einer Rinderweide auf, wo es zu folgenschweren Tritten oder Stößen durch Nutztiere gekommen sein könnte.
- Rivalenkampf mit Artgenossen: In Berts Revier tauchte zeitweise ein zweiter Elchbulle auf, der mittlerweile weitergezogen ist. Auseinandersetzungen zwischen brunftigen Bullen können enorme Kräfte freisetzen und schwere Traumata verursachen.
Neun Jahre Senderdaten: Einzigartiger Schatz für die Forschung
Bert hatte sich im Naturpark Nuthe-Nieplitz niedergelassen, der sich über die Landkreise Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark erstreckt. Außerhalb der Brunftzeit durchstreifte er als klassischer Einzelgänger ein Territorium von rund 10.000 Hektar. Über die Jahre entwickelte sich das markante Wildtier zu einem echten Maskottchen der Region.
„Bert hat einen wissenschaftlichen Datensatz geschaffen, der die Forschung noch lange begleiten wird.“
Entgegen der weitverbreiteten Annahme, dass Elche in Deutschland ausschließlich auf der Durchreise sind, bewies Bert das Gegenteil: Unter passenden Bedingungen finden einzelne Elche auch hierzulande dauerhafte Rückzugsräume und etablieren stabile Streifgebiete über viele Jahre hinweg.

| Kriterium | Details zu Elch Bert |
|---|---|
| Aufenthaltsdauer | Seit Februar 2018 in Deutschland (fast 9 Jahre) |
| Hauptlebensraum | Naturpark Nuthe-Nieplitz (Landkreise Teltow-Fläming & Potsdam-Mittelmark) |
| Aktionsradius | Rund 10.000 Hektar Streifgebiet |
| Untersuchende Stelle | Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) |
| Bestand Brandenburg | Rückgang von 5 auf 4 Tiere |
Brandenburgs Elchbestand nach dem Verlust
Mit dem Ableben des bekannten Bullen leben nach Angaben von Wildtierexperten aktuell noch vier wilde Elche in Brandenburg. Trotz dieses Verlusts liegt die Zahl der erfassten Exemplare laut Frank-Uwe Michler im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin auf einem beachtlichen Niveau.
🔍 Der Tod von Elch Bert beendet eine fast neunjährige Ära intensiver GPS-Telemetrie in Brandenburg.
📌 Die erhobenen Bewegungsdaten bleiben der Wissenschaft erhalten und dienen weiterhin der Erforschung mitteleuropäischer Wildtierkorridore.
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Bron: lomazoma.com
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Abschied von Elch Bert
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