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Trump pocht auf 99-Prozent-Quote: US-Präsident will TV-Moderatorin von Behörde bestrafen lassen

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US-Präsident Donald Trump geht erneut verbal und behördlich gegen US-Journalisten vor.

US-Präsident Donald Trump
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Donald Trump hat erneut eine Journalistin ins Visier genommen. Weil NBC-Moderatorin Kristen Welker über Niederlagen von ihm unterstützter Kandidaten berichtete, fordert der US-Präsident nun behördliche Konsequenzen.

Angriff via Truth Social: Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde FCC

Auf seiner Plattform Truth Social kündigte Trump an, Welker bei der US-Rundfunkaufsicht FCC zu melden. Er verlangte eine offizielle Rüge oder Bestrafung für die Fernsehmoderatorin.

Auslöser der Attacke war ein Auftritt Welkers beim NBC-Regionalsender WRC-TV. Dort hatte sie über „gemischte Ergebnisse“ bei den jüngsten Vorwahlen gesprochen. Trump wies die Darstellung zurück, behauptete eine Erfolgsquote von 99 Prozent bei seinen Wahlempfehlungen und bezeichnete die Journalistin als unpopulär.

Zuvor hatte Trump bereits andere Medienvertreterinnen wie Maggie Haberman von der New York Times, Kaitlan Collins von CNN sowie Shannon Bream von Fox News öffentlich scharf attackiert.

Mehrere von Trump unterstützte Republikaner scheitern

Die Daten der letzten Vorwahlen stützen Welkers Berichterstattung. Mehrere republikanische Kandidaten, die Trumps offizielle Unterstützung erhalten hatten, verloren ihre Wahlen.

Dazu gehören unter anderem die Kongressabgeordneten Cory Mills und Andy Ogles. Auch der Unternehmer Mike Lindell in Minnesota sowie Megan Degenfelder in Wyoming und Randy Feenstra in Iowa unterlagen ihren parteiinternen Kontrahenten.

Donald Trump kandidiert erneut für das Amt des US-Präsidenten.
Donald Trump kandidiert für das Amt des US-Präsidenten.

Rückendeckung von NBC für Moderatorin Welker

Der Sender NBC News stellte sich umgehend hinter seine Moderatorin. Gegenüber dem Magazin People bezeichnete ein Sprecher Welker als eine der profiliertesten Journalistinnen der Branche.

Rechtliche Schritte der Rundfunkbehörde gelten als unwahrscheinlich. Die FCC untersucht laut CNN keine inhaltlichen Differenzen über die Korrektheit von Nachrichtensendungen. Allerdings geriet FCC-Chef Brendan Carr in der Vergangenheit bereits in die Kritik, weil er sich bei Medienkontroversen über regulatorische Grenzen hinweg politisch geäußert hatte.

Zwischen Trump und Welker gab es bereits zuvor Reibungspunkte: Im vergangenen Juni brach der Politiker ein TV-Interview mit ihr vorzeitig ab, nachdem sie ihn zu unbelegten Vorwürfen über Wahlfälschungen befragt hatte.