Trump sprach von 5 Wochen: US-Krieg gegen Iran dauert nach 6 Monaten an – Munition wird knapp
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Ein Schiff nach einem Angriff in der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
US-Präsident Donald Trump stellte zu Beginn einen schnellen Militäreinsatz von vier bis fünf Wochen in Aussicht. Sechs Monate nach den ersten Angriffen Ende Februar 2026 dauert der Krieg gegen Iran unvermindert an.
Ein im Juni ausgehandeltes Memorandum zur Beendigung der Kämpfe stockt. Gleichzeitig schrumpfen die Bestände an wichtiger US-Munition spürbar.
Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP verlagert Washington den Schwerpunkt zunehmend auf wirtschaftlichen Druck. Massive Luftangriffe stehen nicht mehr allein im Zentrum der US-Strategie.
Öl-Engpass: Die Straße von Hormus als Brennpunkt
Die Meerenge zwischen Iran und Oman war ursprünglich kein zentrales Angriffsziel der USA. Seit Teheran die Passage jedoch als strategisches Druckmittel nutzt, ist der Seeweg weitgehend blockiert.
Vor dem Krieg wurden rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls durch diese Route transportiert. Die Blockade treibt die Treibstoffpreise in die Höhe und erhöht den Druck auf die US-Regierung.
Trump widerspricht Berichten über eine vollständige Schließung. Im Gespräch mit Radiomoderator Glenn Beck sprach er von einer „funktionierenden Meerenge“, an der trotz vereinzelter Raketen- und Drohnenangriffe Schiffsverkehr möglich sei.
Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus im Zuge der militärischen Spannungen.
Stand der US-Kriegsziele
Trotz der Krise um die Schifffahrtsroute hält Washington an weiteren militärischen Kernzielen fest. Offen bleibt vor allem die Lage um das iranische Atomprogramm, das Trump als „vollständig zerstört“ bezeichnete.

Uranbestände und Raketenarsenal
Unter den bombardierten Anlagen lagern nach Schätzungen rund 440 Kilogramm angereichertes Uran, deren genauer Verbleib weiterhin ungeklärt ist.
Die Angaben zur Zerstörung der iranischen Raketen weichen voneinander ab. Trump nannte zunächst eine Zerstörungsquote von 90 Prozent und korrigierte diese später auf 82 Prozent.
US-Außenminister Marco Rubio bezifferte den Schaden an Irans Verteidigungsindustrie auf 80 bis 90 Prozent. Ein Wiederaufbau durch Teheran werde Jahre in Anspruch nehmen.
Schutz der regionalen Verbündeten
Nach Angaben von Rubio und Trump verfügt Iran über keine funktionierende Marine mehr, die Flottenverbände seien vollständig zerschlagen.
Washington betont zudem das Ziel, Verbündete wie Israel, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate abzusichern. Genaue Fortschritte bei der geplanten Zerschlagung iranisch unterstützter Milizen in der Region sind derzeit kaum messbar.

