Trump stellt Falkland-Status infrage: US-Druck auf London wegen 2,3-Prozent-Militärbudget
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Großbritanniens Premierminister Andy Burnham gerät wegen der britischen Verteidigungsausgaben ins Visier Washingtons.
US-Präsident Donald Trump sorgt für neue Spannungen im Verhältnis zu Großbritannien. Auf die Frage nach einer möglichen Neuausrichtung der US-Haltung zu den Falklandinseln erklärte er im Weißen Haus, er überprüfe grundsätzlich jede Position.
Bislang vertreten die USA offiziell eine neutrale Linie, erkennen die britische Verwaltung vor Ort jedoch faktisch an. Argentinien erhebt seit Jahrzehnten Anspruch auf das Territorium im Südatlantik.
Verteidigungsausgaben als diplomatischer Hebel
Hinter Trumps Äußerung steht die Debatte über die Lastenteilung innerhalb der Nato. Washington fordert von seinen Partnern drastisch höhere Militärausgaben und nimmt nun die Regierung von Premierminister Andy Burnham ins Visier.
Nach Berichten aus dem Pentagon wird die Souveränitätsfrage der Falklandinseln intern als Instrument diskutiert, um London zu höheren Investitionen zu bewegen. Ein US-Beamter betonte, Großbritannien werde bei der Überprüfung der Nato-Partner besonders genau beobachtet und nichts sei ausgeschlossen.

Großbritanniens Premierminister Andy Burnham
Streit um neue Nato-Quote
Das aktuelle Nato-Ziel sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten ihre Verteidigungsetats bis 2035 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anheben. Weitere 1,5 Prozent sollen in sicherheitsrelevante Infrastruktur fließen.

Großbritannien investiert derzeit rund 2,3 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in die Verteidigung. Aus Sicht der US-Regierung reicht der aktuelle Finanzierungsplan der Briten nicht aus.
London beharrt auf Selbstbestimmungsrecht
Die britische Regierung wies jegliche Zweifel an der Zugehörigkeit der Inselgruppe zurück. Ein Sprecher Burnhams stellte klar, dass das Bekenntnis zu den Inseln unerschütterlich sei und die Bewohner das Recht auf Selbstbestimmung besitzen.
Auch Minister John Healey bekräftigte, dass die Falklandinseln britisch bleiben, solange die Bevölkerung dies wünscht. Gleichzeitig bekräftigte er das Ziel, die Verteidigungsausgaben schrittweise auf drei Prozent zu steigern.
Die Inselgruppe war 1982 Schauplatz eines Krieges, bei dem 649 argentinische und 255 britische Soldaten starben. Zusätzliche Brisanz erhält der US-Vorstoß durch das enge Verhältnis zwischen Trump und Argentiniens Präsident Javier Milei, der den territorialen Anspruch seines Landes aktiv vertritt. Bei einem Referendum im Jahr 2013 hatten 1.513 von 1.517 Wählern auf den Inseln für den Verbleib bei Großbritannien gestimmt.
