TV-Klauseln im Schlager: Warum Künstler für Giovanni Zarrella und Florian Silbereisen Konzerte absagen müssen
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Schlagersängerin Natalie Holzner kritisiert den Termindruck durch Fernsehsender.
Hinter kurzfristig abgesagten Live-Konzerten in der Schlagerszene steckt oft ein vertragliches Dilemma. Sogenannte Fernsehklauseln zwingen Künstler immer wieder dazu, bereits gebuchte Auftritte für reichweitenstarke TV-Shows abzusagen.
Schlagersängerin Natalie Holzner übte deutliche Kritik an diesen Bedingungen. Gegenüber „Schlager.de“ bezeichnete sie das Vorgehen einzelner Sender als „fast eine Sauerei“. Für viele Musiker gebe es jedoch keine Alternative, da TV-Präsenz für den Karriereerfolg unverzichtbar bleibt.
Schlagersängerin Natalie Holzner
Verzögerte Zusagen und massiver Termindruck
Die Planungsunsicherheit verschärft die Situation für die Künstler zusätzlich. Viele Sender lassen sich mit finalen Zusagen monatelang Zeit, erwarten im Gegenzug aber uneingeschränkte Flexibilität.
Terminkonflikt bei der „Starnacht aus der Wachau“
Holzner, die unter anderem in Formaten wie „Immer wieder sonntags“ zu sehen war, geriet durch diese Vergabepraxis bei der „Starnacht aus der Wachau“ in eine extreme Terminkollision. Für sie als Künstlerin bedeutete dieses Vorgehen „irren Stress“.

Natalie Holzner bei einem Auftritt
Konkurrenzkampf um schrumpfende TV-Plätze
Die Konflikte zwischen Live-Veranstaltern und Fernsehproduktionen häufen sich branchenweit. Im August sagten mehrere Künstler ein Gastspiel in Wiesmoor kurzfristig ab, um stattdessen in der „Giovanni Zarrella Show“ aufzutreten.
Sängerin Ella Endlich wies darauf hin, dass schrumpfende Budgets und eine sinkende Anzahl an Musiksendungen den Konkurrenzkampf um die verbliebenen Sendeplätze drastisch anheizen. Auch etablierte Größen wie DJ Ötzi sagten in der Vergangenheit reguläre Konzerte ab, um im „Schlagerbooom“ von Florian Silbereisen aufzutreten.


