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Über 1.000 Fälle in Europa: West-Nil-Virus breitet sich rasant aus

Über 1.000 Fälle in Europa: West-Nil-Virus breitet sich rasant aus Aktuelle News

Über 1.000 Fälle in Europa: West-Nil-Virus breitet sich rasant aus

Die Infektionszahlen mit dem West-Nil-Virus steigen in Europa deutlich an. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) wurden seit Beginn der aktuellen Saison bereits 1.086 Infektionen registriert.

Besonders auffällig: Bei allen gemeldeten Infizierten handelt es sich um autochthone Ansteckungen. Die Betroffenen haben sich also direkt vor Ort und nicht während einer Fernreise infiziert.


Stechmücke bei der Übertragung von Krankheitserregern.

Südeuropa meldet die meisten Infektionen

Die Ausbreitung hat sich im Spätsommer beschleunigt. Während Anfang August noch 241 Fälle aus sieben europäischen Staaten gemeldet waren, sind mittlerweile 15 Länder und insgesamt 144 Regionen betroffen.

Italien verzeichnet mit 516 erfassten Ansteckungen in 62 Regionen die höchste Fallzahl. Dahinter folgen Griechenland mit 284 Fällen – darunter elf mit unbekanntem Infektionsursprung – sowie Spanien mit 88 Nachweisen.

Lage in Deutschland und den Nachbarländern

Auch in Mitteleuropa tritt das Virus auf. In Deutschland wurden mit Stand vom 3. September zwei Fälle gemeldet. Zudem registrieren die Nachbarländer Frankreich, die Niederlande und Österreich Infektionen.

Das ECDC weist darauf hin, dass die Zahlen die Dynamik verdeutlichen, jedoch kein lückenloses Gesamtbild des tatsächlichen Infektionsgeschehens darstellen.

Symptome und Übertragungswege

Hauptüberträger des Virus sind Stechmücken, die das Pathogen primär zwischen wildlebenden Vögeln weitergeben, aber auch Menschen stechen können.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) entwickeln etwa 20 Prozent der infizierten Personen grippeähnliche Symptome mit Fieber. Nur etwa einer von 100 Infizierten erkrankt schwer, wobei Spätfolgen vor allem bei schweren Krankheitsverläufen auftreten können.