UN-Ehrung für Hamas-Kommandeur: Skandal um getöteten UNRWA-Mitarbeiter
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Imad El Samhouri steht im Zentrum der Vorwürfe von UN Watch.
Ein Gedenkakt der Vereinten Nationen in New York sorgt für heftige internationale Kritik. Während einer Zeremonie Anfang Juni entzündeten UN-Generalsekretär António Guterres, die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und die damalige Präsidentin des UN-Sicherheitsrats, Leonor Zalabata Torres, gemeinsam ein „ewiges Feuer“. Damit sollte 136 verstorbenen UN-Mitarbeitern gedacht werden.
Die Schweizer NGO „UN Watch“ erhebt nun schwere Vorwürfe: Unter den Geehrten befand sich laut der Organisation ein Hamas-Kommandeur.
Der „Lehrer“ und die Terror-Verbindung
Im Fokus steht Imad El Samhouri. Er war für das Palästinenserhilfswerk UNRWA im Gazastreifen als Lehrer und Schulleiter tätig. El Samhouri kam 2025 während des Krieges ums Leben, weshalb sein Name offiziell verlesen wurde.
„UN Watch“ präsentiert jedoch Beweise, die ein anderes Licht auf seine Tätigkeit werfen. Die NGO veröffentlichte einen Zusammenschnitt von Videos, die El Samhouri in der Ausrüstung eines Hamas-Kämpfers zeigen.
In den Aufnahmen posiert der UNRWA-Mitarbeiter mit einem Sturmgewehr und Handgranaten. In einer Sequenz sagt er: „Der Tod für Allah ist unser höchstes Streben.“ In einem weiteren Video ist zu sehen, wie er aus einem Tunnel der Terrororganisation auftaucht und den zionistischen Feind aus der Tiefe heraus bedroht.

Direkte Forderung an Guterres und Baerbock
Die NGO stuft El Samhouri als Hamas-Feldkommandeur ein und wirft ihm vor, UN-Schulen zur Rekrutierung für die Terrororganisation missbraucht zu haben. Hillel Neuer, Vertreter von „UN Watch“, fordert in einem offenen Brief, dass Guterres und Baerbock die Ehrung El Samhouris öffentlich revidieren.
Besonders kritisiert Neuer die einleitenden Worte von Guterres, der die Verstorbenen als Menschen würdigte, die „unsere Welt zu einem besseren Ort gemacht“ hätten. Auch Außenministerin Baerbock gerät ins Visier: Neuer verweist auf die deutsche Unterstützung für das UNRWA in Höhe von 570 Millionen Euro während ihrer Amtszeit und wirft ihr vor, Warnungen vor einer terroristischen Unterwanderung der Organisation ignoriert zu haben.
Gaza als Gefahrenzone für UN-Personal
Die Sicherheitslage für UN-Mitarbeiter im Gazastreifen bleibt prekär. Generalsekretär Guterres betonte, dass der aktuelle Konflikt der tödlichste in der Geschichte der Vereinten Nationen sei.
Von den 136 im Jahr 2025 verstorbenen UN-Mitarbeitern starben allein 80 im Gazastreifen. Insgesamt forderte der Konflikt in diesem Zeitraum 97 zivile UN-Kräfte sowie 39 Friedenshüter und Militärpolizisten.
