UN-Gedenkstunde ehrt Hamas-Terroristen als „Lehrer“
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UN-Generalsekretär Antonio Guterres und Annalena Baerbock bei einer Gedenkveranstaltung in New York.
Es sollte ein Akt des Respekts sein: In New York gedachten UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock am 8. Juni insgesamt 136 Mitarbeitern der Vereinten Nationen, die in Konfliktgebieten ihr Leben verloren. Doch die Zeremonie geriet in die Kritik. Unter den Geehrten befand sich ein Mann, der den UN-Dienst mit der Ideologie des Terrors verband.
Vom Schulleiter zum Dschihad-Kämpfer
Bei dem Geehrten handelt es sich um Imad El Samhouri. Er war als Lehrer und Schulleiter an einer Einrichtung der UN-Sonderbehörde UNRWA in Rafah, Gaza, tätig. Während der UN-Gedenkstunde wurde er mit feierlicher Musik und einem Einspieler gewürdigt, der ihn als verstorbenen Pädagogen präsentierte.
Ein völlig anderes Bild zeichnen Aufnahmen des Hamas-Senders „Al Aksa TV“. In diesen Videos ist El Samhouri in Kampfmontur mit Sturmgewehren und Handgranaten zu sehen. Er bezeichnet sich selbst als „Märtyrer“ und erklärt: „Der Tod auf dem Wege Allahs ist unser höchstes Ziel.“ Zudem prahlt er in den Aufnahmen mit der Nutzung von Terrortunneln, um aus der Tiefe gegen Israel zu kämpfen.
UN-Gedenkfeier für verstorbene UN-Mitarbeiter in New York.
Kritik an der UNRWA
Hillel Neuer, Direktor der Organisation UN Watch, übte scharfe Kritik an der Ehrung. In einem offenen Brief an Guterres und Baerbock forderte er ein Ende der Immunität für UN-Mitarbeiter mit Terror-Verbindungen. Laut Neuer sei El Samhouri kein Einzelfall, sondern Teil eines Netzwerks von mehr als 400 UNRWA-Angestellten, die in Verbindung mit terroristischen Aktivitäten stünden.

Neuer verweist auf zahlreiche Beiträge in sozialen Medien, in denen der verstorbene Schulleiter terroristische Inhalte verherrlicht haben soll. Seit längerem steht die UNRWA zudem in der Kritik, in ihren Schulen Hass gegen Israel zu schüren.
Deutsche Finanzierung in der Debatte
Die Rolle der deutschen Regierung bleibt dabei hochsensibel. Außenministerin Annalena Baerbock verantwortete als Ministerin die Auszahlung von rund 570 Millionen Euro an die UNRWA. Zwar wurden die Zahlungen nach Bekanntwerden von Terror-Verbindungen – unter anderem der Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitern an den Massakern vom 7. Oktober – zeitweise ausgesetzt, jedoch nach Reformzusagen wieder aufgenommen.
Im Jahr 2025 ist Deutschland mit 119 Millionen Euro erneut der größte Geldgeber der Behörde. Weitere 134 Millionen Euro flossen über den EU-Haushalt, der maßgeblich von Deutschland finanziert wird. Der Fall El Samhouri reiht sich in eine wachsende Liste von Toten im Gaza-Krieg ein, die von der Hamas als „Märtyrer“ gelistet werden, während sie zuvor international als zivile Helfer, Journalisten oder Mediziner öffentlich betrauert wurden.

