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Unfall mit 4 Toten im Dürschtal: Prozess gegen 17-jährigen Fahrer in Bergisch Gladbach

Unfall im Dürschtal bei Kürten Aktuelle News

Nach dem tödlichen Unfall im Dürschtal bei Kürten begann vor dem Amtsgericht der Prozess gegen den jugendlichen Fahrer.

Rund ein Jahr nach einem schweren Verkehrsunfall im Dürschtal bei Kürten hat vor dem Amtsgericht Bergisch Gladbach der Prozess gegen den heute 17-jährigen Fahrer begonnen. Bei dem Aufprall gegen einen Baum verloren vier junge Menschen ihr Leben.

Unfall im Dürschtal bei Kürten
Unfall im Dürschtal bei Kürten

Tödlicher Aufprall am frühen Morgen

Das Unglück ereignete sich am 16. August 2025 gegen 4:30 Uhr auf der Dürschtalstraße zwischen Kürten-Dürscheid und Overath. In einer langgezogenen Linkskurve verlor der damals 16-jährige Fahrer die Kontrolle über den voll besetzten Toyota und kam von der Fahrbahn ab.

Vier Insassen starben noch am Unfallort: zwei 19-Jährige sowie zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren aus Bergisch Gladbach, Overath und Köln. Der Fahrer überlebte schwer verletzt. Er besaß keine Fahrerlaubnis.

Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jugendlichen fahrlässige Tötung, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Gefährdung des Straßenverkehrs vor. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatte der Wagen unmittelbar vor dem Unfall einen Motorradfahrer überholt.

Unfall mit 4 Toten im Dürschtal: Prozess gegen 17-jährigen Fahrer in Bergisch Gladbach

Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Da der Angeklagte zur Tatzeit 16 Jahre alt war, findet der Prozess nach den Regeln des Jugendstrafrechts und ohne Publikum statt. Das Gericht hat bis Mitte September fünf Verhandlungstage anberaumt, um die genauen Unfallumstände durch Gutachter, Zeugen und beteiligte Polizeibeamte zu rekonstruieren.

WDR-Reporterin Jenny Weißenfels
WDR-Reporterin Jenny Weißenfels

Diskussion um fehlende Schutzplanken

Neben dem juristischen Verfahren steht auch die Sicherheit der Landstraße im Fokus. An der äußeren Unfallkurve existiert bis heute keine Schutzplanke.

Die Leitplanke war im Zuge einer Straßensanierung im Jahr 2021 demontiert worden. Aufgrund unterirdisch verlegter Telekommunikationsleitungen konnte die Barriere an mehreren Streckenabschnitten nicht wieder montiert werden. Auf dem betroffenen Straßenabschnitt gilt ein Tempolimit von 50 km/h.