Unglück vor Nordzypern: Fähre mit 267 Menschen an Bord gekentert – Mindestens 6 Tote
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Nordzypern
Vor der Küste Nordzyperns hat sich ein schweres Schiffsunglück ereignet. Eine voll besetzte Passagierfähre kenterte am Sonntag kurz nach dem Ablegen im Mittelmeer.
Nach Angaben des nordzyprischen Ministerpräsidenten Ünal Üstel kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. 172 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten von den Einsatzkräften bereits lebend aus dem Wasser gerettet werden.
Nordzypern
Wassereinbruch kurz nach dem Ablegen in Kyrenia
Insgesamt befanden sich 267 Menschen an Bord des Schiffes – darunter 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Das bestätigte Verkehrsminister Erhan Arikli.
Die Fähre hatte den Hafen der nordzyprischen Stadt Kyrenia verlassen und befand sich auf dem Weg in die südtürkische Hafenstadt Mersin. Rund vier Seemeilen vor der Küste setzte die Crew einen Notruf ab, nachdem unkontrolliert Wasser in den Rumpf eingedrungen war.
Auf Aufnahmen des Senders CNN Türk waren Passagiere in Rettungswesten zu sehen, die auf Rettung warteten, während Such- und Rettungshubschrauber über dem Unglücksort kreisten. Berichten zufolge hatte der Kapitän noch vergeblich versucht, das Schiff zu wenden und in den Hafen zurückzukehren.
Großeinsatz auf dem Mittelmeer
Nach Angaben des türkischen Vizepräsidenten Cevdet Yılmaz handelte es sich bei dem verunglückten Schiff um einen Katamaran. Die türkische Küstenwache entsandte umgehend Einheiten zur Unterstützung in das Seegebiet.
Neben den staatlichen Rettungskräften beteiligten sich auch zahlreiche zivile Helfer an der Bergung der Schiffbrüchigen. „Alle mit einem Boot sind zur Rettung ausgefahren“, erklärte Ministerpräsident Üstel. An Land wurden zeitgleich medizinische Notfallteams zur Erstversorgung der Überlebenden eingerichtet.

