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Unglück vor Zyperns Küste: Fähre mit 267 Menschen gekentert – Mindestens sechs Tote

Rettungseinsatz auf See nach einem Fährunglück vor der Küste Aktuelle News

Rettungskräfte im Einsatz vor der Küste von Nordzypern nach dem Kentern einer Passagierfähre.

Katamaran schlägt vier Seemeilen vor Girne leck

Vor der Küste Nordzyperns hat sich ein schweres Fährunglück ereignet. Rund vier Seemeilen (etwa 6,4 Kilometer) vor der Hafenstadt Girne (Kyrenia) kenterte ein Katamaran auf dem Weg in die südtürkische Hafenstadt Taşucu.

Vor dem Unglück drang bei stürmischer See unkontrolliert Wasser in den Rumpf ein. Die Besatzung setzte noch einen Notruf ab, bevor das Schiff wenig später umkippte.

267 Menschen an Bord – Sechs Todesopfer bestätigt

An Bord der Fähre befanden sich nach offiziellen Angaben insgesamt 267 Personen, darunter 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Nordzyperns Premierminister Ünal Üstel bestätigte inzwischen den Tod von mindestens sechs Menschen.

Der Bürgermeister von Kyrenia, Murat Senkul, stufte die Situation unmittelbar nach dem Unglück als dramatisch ein.

Unglück vor Zyperns Küste: Fähre mit 267 Menschen gekentert – Mindestens sechs Tote

Großangelegte Rettungsaktion bei schwerem Wellengang

Aufnahmen zeigten Überlebende in Rettungswesten, die sich auf den gekenterten Schiffskörper retten konnten und dort auf Hilfe warteten. Hubschrauber, Schiffe der Küstenwache und zivile Boote leiteten unverzüglich Rettungsmaßnahmen ein.

Nach Angaben des türkischen Vizepräsidenten Cevdet Yilmaz unterstützt die türkische Küstenwache den Einsatz auf See. Mehrere Gerettete wurden bereits an Land gebracht und in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauf folgenden türkischen Militärintervention geteilt. Die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern wird völkerrechtlich nur von der Türkei anerkannt.