Unkraut in Pflasterfugen: Mit Feldthymian und 30 Zentimetern Abstand bleibt die Terrasse sauber
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Zwischen Pflastersteinen sprießt unerwünschtes Grün oft schon kurz nach dem Jäten erneut.
Nach jedem Fegen oder Kratzen dauert es oft nur wenige Tage, bis das nächste Grün aus den Ritzen der Terrasse sprießt. Wer das lästige Jäten dauerhaft beenden möchte, kann den Spieß umdrehen und die Fugen gezielt selbst bepflanzen.

Unkraut in den Pflasterfugen einer befestigten Fläche.
Warum Fugenkratzer selten dauerhaft helfen
Wer Löwenzahn, Wegerich oder Gräser nur oberflächlich abreißt oder abkratzt, lässt meist das Wurzelwerk im Erdreich zurück. Die Pflanzen treiben in kürzester Zeit wieder neu aus.
Der Griff zu chemischen Unkrautvernichtern ist auf versiegelten Flächen, Einfahrten und Terrassen gesetzlich streng verboten. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro.
Bodendecker etablieren: Der Trick mit Feldthymian
Statt freie Fugen ständig gegen Wildwuchs zu verteidigen, setzen Gartenprofis wie der Betrieb Blupf by Kitzinger auf Konkurrenz durch nützliche Pflanzen. Dicht wachsende Bodendecker besetzen den Raum vollständig, sodass Unkrautsamen keinen Platz mehr zum Keimen finden.
Besonders bewährt hat sich heimischer Feldthymian, der zwischen Mai und August blüht und einen geschlossenen Teppich bildet.
Blühender Thymian wächst über Steinflächen.
Die Pflanzung in den Fugen erfolgt in wenigen Arbeitsschritten:
- Etwas Erde und Fugenmaterial aus den Zwischenräumen entfernen
- Eine Thymianpflanze im 12-Zentimeter-Topf erwerben und vorsichtig in Teilstücke zerlegen
- Die Teilstücke im Abstand von etwa 30 Zentimetern direkt in die Fugen einsetzen
- Die frisch gesetzten Pflanzen während der ersten Wochen regelmäßig feucht halten
Kühlerer Terrassenbelag im Sommer
Sobald die Pflanzen zusammenwachsen, übernehmen sie die Fugen dauerhaft. Das dichte Grün sorgt an heißen Sommertagen zudem dafür, dass sich die umliegenden Steinplatten durch die Beschattung spürbar weniger aufheizen.
Trittfeste Alternativen für Gartenwege
Neben Sand- und Feldthymian eignen sich laut dem Fachportal Mein schöner Garten auch Stachelnüsschen, Pfennigkraut, Sternmoos, Mauerpfeffer und die Teppich-Golderdbeere für Fugenbereiche. Voraussetzung ist eine ausreichende Fugenbreite und -tiefe, damit die Wurzeln im Untergrund geschützt liegen.
Auf Wegen mit häufigem Durchgangsverkehr sollten besonders robuste Arten gepflanzt werden. Sorten wie die Braunelle oder die Römische Kamille ‚Plena‘ halten auch regelmäßigen Fußtritten problemlos stand.
Wurzeln vor dem Bepflanzen restlos beseitigen
Vor dem Einsetzen der Bodendecker müssen bestehende Unkräuter komplett entfernt werden. Gartenexperten raten zu einem tief greifenden Fugenkratzer oder Unkrautstecher, um Pfahlwurzeln von Löwenzahn oder Giersch vollständig herauszuholen.
Bleiben alte Wurzeln im Spalt zurück, konkurrieren sie sofort mit den Jungpflanzen um Wasser und Nährstoffe.

