Urlaubsträume platzen: Razzien und Betrug bei italienischen Unterkünften
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Behörden räumten eine illegal betriebene Pension direkt am Strand von Marinella di Sarzana.
Nächtliche Räumung: Illegale Pension in Ligurien
Für 25 Touristen endete die Nacht vom 12. auf den 13. August abrupt. Während sie in der ehemaligen Strandbad-Anlage „Ambra“ in Marinella di Sarzana schliefen, verschafften sich die Küstenwache von La Spezia und die Carabinieri aus Sarzana Zugang zum Gelände.
Die Anlage, die unmittelbar am Strand liegt, war unerlaubt in eine Pension umgewandelt worden. Die notwendigen Betriebsgenehmigungen waren längst erloschen. Dies berichtet die italienische Zeitung „La Nazione“.
Der Einsatz erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft La Spezia und basierte auf einem Urteil des Verwaltungsgerichts Ligurien. Neben der Räumung beschlagnahmten die Beamten die gesamte Anlage. Die Maßnahme ist Teil einer größeren Offensive gegen illegale touristische Aktivitäten auf öffentlichem Küstengrund.
Betrug an der Adria: Wenn die Ferienwohnung nicht existiert
Auch an der Adria wurden Urlauber Opfer krimineller Machenschaften. In Cesenatico, nördlich von Rimini, standen mindestens 90 Familien nach ihrer Anreise vor verschlossenen Türen. Anstelle der gebuchten Unterkünfte „Residence Da Andrea“ oder „Residence Angelini“ befand sich vor Ort lediglich eine Versicherungsagentur.
Die Stadt Cesenatico reagierte schnell und organisierte kostenlose Ersatzunterkünfte für die gestrandeten Gäste, wie der „Corriere Romagna“ meldet.

Die Masche hinter der Buchungs-Falle
Die betrügerischen Angebote wurden über das Portal „Booking.com“ platziert. Die Täter nutzten authentische Fotos existierender Ferienwohnungen, um bei den Suchenden Vertrauen zu erwecken.
Die Falle schnappte jedoch erst nach der Buchung zu: Die Betrüger forderten die Gäste auf, die Bezahlung außerhalb der sicheren Plattform abzuwickeln. Wer sich auf diese direkte Zahlung einließ, verlor nicht nur sein Geld, sondern auch den Schutz des Buchungsportals.
Reisende sollten bei Angeboten, die eine Umgehung des offiziellen Bezahlsystems fordern, grundsätzlich misstrauisch sein und ausschließlich über die verifizierten Kanäle der Anbieter bezahlen.
