Vandalismus im Nationalpark Sächsische Schweiz: Bis zu 25.000 Euro Schaden pro Jahr
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Im Nationalpark Sächsische Schweiz sorgen Vandalismusschäden an Felsen und Denkmälern jedes Jahr für hohe Kosten.
Im Nationalpark Sächsische Schweiz sorgen illegale Schmierereien, eingeritzte Schriftzüge und manipulierte Wegweiser für erhebliche Probleme. Die Nationalpark- und Forstverwaltung rechnet jährlich mit Beseitigungskosten zwischen 20.000 und 25.000 Euro.
Schwere Beschädigungen an Felsen und Kulturdenkmälern
Besonders schwere Fälle registrierte die Verwaltung zuletzt am Cottaer Spitzberg, am Großen Zschirnstein und am Obelisken auf dem Lilienstein. Jens Posthoff von der Stabsstelle der Nationalparkverwaltung bezeichnete die jüngsten Vorkommnisse gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als beispiellos.
Zusammengefasst summieren sich die Graffiti an den Sandsteinfelsen auf etwa 50 Quadratmeter pro Jahr. Die einzelnen Tatorte liegen meist weit auseinander, wobei die besprühten Flächen selten größer als 1,5 Quadratmeter sind.
Während frische Farbpigmente auf Felsen relativ zügig entfernt werden können, erfordern Aufkleber und Textmarker auf Schildern einen deutlich höheren Arbeitsaufwand. Nach mehrfachem Einsatz aggressiver Lösungsmittel müssen beschädigte Wegweiser oft komplett ersetzt werden.
Einsatz von Akku-Werkzeugen im Fels
Im vergangenen Sommer griffen Unbekannte sogar zu motorisierten Geräten. Nach Angaben der Ermittler wurden mutmaßlich Akku-Werkzeuge genutzt, um die Initialen „J+D“ sowie Herzsymbole tief in Sandsteinwände und Denkmäler zu schneiden.
Betroffen von dieser Serie waren prominente Punkte wie die Schrammsteinaussicht, das Schrammtor, der Papststein und die Herkulessäulen im Bielatal.

Geldstrafe nach Vorfall am Prebischtor
Ähnliche Probleme verzeichnet auch der benachbarte tschechische Nationalpark Böhmische Schweiz. Am berühmten Prebischtor ritzte ein Junge mit einem spitzen Gegenstand in den Fels einer Aussichtsplattform.
Ein Zeuge filmte den Vorfall und verständigte die Behörden, woraufhin die Eltern des Kindes eine Geldstrafe von umgerechnet rund 400 Euro zahlen mussten.
Finanzielle Folgen für die Wanderinfrastruktur
Die Reinigung und Reparatur beschädigter Natur- und Kulturgüter wird vollständig aus Steuergeldern finanziert. Die dafür eingesetzten Summen fehlen an anderer Stelle.
Jeder Euro für die Beseitigung von Schmierereien und Aufklebern wird direkt dem Budget für die Instandhaltung von Wanderwegen, Geländern und Steiganlagen entzogen.
