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Verkauf von 45-Zimmer-Hotel: 500-Einwohner-Dorf fürchtet Luxus-Wandel

Die englische Küstenstadt Salcombe in der Grafschaft Devon Aktuelle News

Salcombe gilt als eine der teuersten Küstenstädte Großbritanniens.

Das traditionsreiche Cottage Hotel im südenglischen Küstenort Hope Cove wechselt den Besitzer. Die Hotelgruppe Beach Barefoot Hospitality hat die Immobilie mit 45 Zimmern und direktem Strandzugang übernommen und plant einen Umbau zu einem luxuriösen Resort am Wasser.

Angst vor der Verdrängung im 500-Einwohner-Dorf

In der kleinen Gemeinde mit weniger als 500 Einwohnern regt sich deutlicher Widerstand gegen die Pläne. Viele Anwohner befürchten drastisch steigende Preise und den Verlust der dörflichen Identität.

Ortsansässige wie Dave Clarke warnen davor, dass Hope Cove ein ähnliches Schicksal wie das nahegelegene Salcombe droht. Jener Ort wird wegen seines hohen Anteils an wohlhabenden Besuchern oft als „Chelsea-on-Sea“ bezeichnet.

Die Bewohner von Devon befürchten, dass ihr Wohnort zu einem neuem Salcombe (im Bild) verkommen könnte, was umgangssprachlich oft als „Spielplatz der Reichen” bezeichnet wird.
Die Bewohner von Devon befürchten, dass ihr Wohnort zu einem neuen Salcombe werden könnte.

Kritik am Verlust des gewachsenen Ambientes

Bislang zog der Familienbetrieb viele Stammgäste durch seinen Retro-Charme an. Ein großes Luxusresort sei für das unberührte Fischerdorf unpassend, betonen Kritiker vor Ort.

Sorge um bezahlbare Angebote

Beach Barefoot Hospitality kündigte an, den Standort als hochklassigen Rückzugsort mit gehobenem Service zu etablieren. Anwohner sorgen sich hingegen, dass Ferien in der Bucht für normale Familien unerschwinglich werden.

Verkauf von 45-Zimmer-Hotel: 500-Einwohner-Dorf fürchtet Luxus-Wandel

Hafenmeister Sean Hassell äußerte zwar ein grundsätzliches Verständnis für Investitionen, mahnte jedoch klare Grenzen an: „Wir sind nicht Salcombe, wir sind Hope Cove.“

Heute gehört Salcombe zu den teuersten Küstenstädten im Vereinigten Königreich. (Symbolbild)
Salcombe gehört heute zu den teuersten Küstenstädten im Vereinigten Königreich.

Das warnende Beispiel des Nachbarorts

Salcombe entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts von einem Fischer- und Schiffbaustandort zu einem exklusiven Treffpunkt für Segler. Das milde Mikroklima und die idyllische Lage lockten vermehrt wohlhabende Käufer aus London an.

Der massive Immobilienboom trieb die Preise in extreme Höhen, sodass die BBC den Ort 2023 zur teuersten Küstenstadt Englands erklärte. Heute verdrängen Boutiquen, Gourmet-Restaurants und Yachten den ursprünglichen Ortskern, während Einheimische auf dem lokalen Wohnungsmarkt kaum noch Chancen haben.