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Vermisste Scarlett Salice: Suchhunde schlagen am Wildensteinfelsen an

Dichter Schwarzwald und steile Felsformationen entlang des Schluchtensteigs Aktuelle News

Im unwegsamen Gelände rund um den Wildensteinfelsen im Wehratal haben Suchhunde neue Signale angezeigt.

Sechs Jahre nach dem Verschwinden von Scarlett Salice auf dem Schluchtensteig haben zwölf Suchhunde im steilen Bereich des Wildensteinfelsens im Wehratal mehrfach angeschlagen. Die Einsatzkräfte einer privaten Hilfsorganisation registrierten an beiden Zugangswegen des Felsmassivs deutliche Reaktionen der Tiere, was die Hinweise auf ein mögliches Absturzunglück der damals 26-jährigen Wanderin verdichtet.

Die Tiere erhielten am Parkplatz Schluchtensteig zunächst eine Geruchsprobe aus einem Schuh der Vermissten, bevor sie die Routen entlang der Wehra und hinauf in Richtung Felsformation absuchten. Genau dort, vor und hinter dem Wildensteinfelsen, schlugen die ausgebildeten Personenspürhunde an – im restlichen Verlauf der Suche hingegen nicht mehr.

Was geschah bei der Suchaktion im Wehratal?

Die Suchaktion wurde von der Organisation Finderwille durchgeführt, die auf den Einsatz von Rettungs- und Suchhunden spezialisiert ist. Begleitet wurden die Teams von Mitgliedern der Initiative „Bitte findet Scarlett“ sowie von Scarletts Vater Ralf Salice, der seit dem Verschwinden seiner Tochter immer wieder in den Südschwarzwald zurückkehrt.

„Die Hunde haben im Bereich des Wildensteinfelsen mehrfach angeschlagen.“

Auffällig war nach Angaben der Helfer vor allem das Verhalten der Tiere nach dem Passieren der Felszone: Sobald die Gruppe den unmittelbaren Gefahrenbereich hinter sich gelassen hatte, zeigten die Hunde keinerlei Reaktionen mehr und begannen zu spielen. Dies deutet darauf hin, dass die Spur an diesem markanten Geländepunkt abreißt.

Warum rückt der Wildensteinfelsen in den Fokus?

Scarlett Salice war im September 2020 auf der Schlussetappe des Fernwanderwegs von Todtmoos nach Wehr unterwegs. Die letzten gesicherten Aufnahmen zeigen die junge Frau in einem Supermarkt in Todtmoos mit ihrem roten Rucksack. Auf dem weiteren Weg ins Wehratal könnte ein Aussichtspunkt ihr Interesse geweckt haben.

Oberhalb des Pfades ragen am Wildensteinfelsen zwei Gipfelkreuze auf. Da die Wanderin sich für Fotografie und Reisen begeisterte, liegt die Vermutung nahe, dass sie den Hauptweg für einen Abstecher verließ, um den Ausblick über das Tal festzuhalten.

„Wir gehen davon aus, dass Scarlett im Gebiet um den Wildensteinfelsen womöglich verunglückt ist.“

Eine lückenlose Überprüfung direkt an den Felsen war für die Helfer vor Ort jedoch nicht realisierbar. Das Gelände ist extrem steil, rutschig und unzugänglich. Zudem wird vermutet, dass ein früherer Felssturz den ursprünglichen Pfad zu den Kreuzen unpassierbar gemacht hat.

Mythos Verbrechen gegen Geländerealität

In den vergangenen Jahren standen neben einem Bergunfall immer wieder auch Spekulationen über eine Entführung oder ein Gewaltverbrechen im Raum. Während solche Szenarien mangels Spuren nie vollständig ausgeschlossen werden konnten, liefern die Reaktionen der Suchhunde nun greifbare Anhaltspunkte für ein lokales Unfallgeschehen in extrem schwer einsehbarem Terrain.

Kriterium Details zur Suchlage
Letzter gesicherter Ort Supermarkt in Todtmoos (Videoaufnahmen)
Geplante Wanderstrecke Schluchtensteig-Etappe von Todtmoos nach Wehr
Fokus der neuen Spur Wildensteinfelsen im Wehratal
Eingesetzte Kräfte 12 Suchhunde der Organisation Finderwille
Besonderheit am Felsen Steiles, unzugängliches Gelände mit zwei Gipfelkreuzen

Herausforderungen bei der Suche in Steillagen

Dass Abschnitte wie der Wildensteinfelsen selbst nach Jahren im Fokus stehen, liegt an den spezifischen Bedingungen alpinen Mittelgebirgsgeländes:

  • Extremes Gefälle: Hanglagen abseits markierter Steige sind ohne alpine Kletterausrüstung für Fußtrupps nicht gefahrlos begehbar.
  • Verändertes Terrain: Felsabbrüche und witterungsbedingte Erdrutsche können Steige im Laufe der Zeit vollständig überdecken.
  • Dichte Vegetation: Schluchten und dichte Bewaldung erschweren die visuelle Erkundung aus der Luft und am Boden erheblich.

💚 Die neuen Signale der Suchhunde bringen nach Jahren der Ungewissheit wieder Bewegung in den Fall Scarlett Salice.

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