Zum Inhalt springen
On Air Festival

Verschwinden aus den Innenstädten: Warum der grüne Robidog seit 2002 verdrängt wird

Verschwinden aus den Innenstädten: Warum der grüne Robidog seit 2002 verdrängt wird Aktuelle News

Verschwinden aus den Innenstädten: Warum der grüne Robidog seit 2002 verdrängt wird

Vom Stadtbild-Klassiker zum Nischenprodukt im Zentrum

Jahrzehntelang prägte der markante grüne Robidog das Erscheinungsbild von Parkanlagen und Straßenecken. Der spezialisierte Behälter zur Entsorgung von Hundekot erlebte in den 1990er-Jahren seinen Höhepunkt. Doch die damaligen Verkaufszahlen gehören längst der Vergangenheit an.

In städtischen Kernzonen wird der grüne Kasten zunehmend abmontiert. An seine Stelle rücken moderne Sammelbehälter, die Hundekot und herkömmlichen Restmüll in einem einzigen System vereinen.

Konkurrenz durch multifunktionale Abfallsysteme

Seit 2002 verbreitet sich vor allem der graue Abfallhai des Herstellers Anta Swiss in Innenstädten. Das System bietet eine integrierte Halterung für Hundekotbeutel, erlaubt jedoch gleichzeitig die Entsorgung von gewöhnlichem Straßenmüll.

Für Kommunen bedeutet dieser Wechsel eine Reduzierung der benötigten Behälteranzahl im öffentlichen Raum. Die getrennte Infrastruktur für Hundekot wird in hochfrequentierten Zonen dadurch weitgehend überflüssig.

Rückzug auf ländliche Spazierwege

Beim Hersteller Robi AG mit Sitz im aargauischen Wallbach blickt man dennoch gelassen auf den Wandel. Laut Geschäftsführer Heinz Zumsteg ist der klassische Eimer abseits der Zentren weiterhin gefragt: Auf dem Land und entlang von Routen, die primär von Hundehaltern genutzt werden, bleibt das Modell im Einsatz.

Die Umsatzeinbußen im urbanen Raum fing das Unternehmen durch eine Erweiterung des Sortiments und neue technische Lösungen auf.

Hundekot-Abfalleimer im Außenbereich
Hinterlassenschaften von Hunden im öffentlichen Raum.

Disziplin von Haltern bleibt die größte Herausforderung

Unabhängig vom installierten System bleibt liegengelassener Unrat ein Dauerthema in vielen Gemeinden. Selbst in unmittelbarer Reichweite von Mülleimern und Beutelspendern finden sich immer wieder Hinterlassenschaften.

Die Bereitstellung von Beuteln und Eimern löst das Problem nur dann, wenn Hundehalter die Entsorgungspflicht eigenverantwortlich wahrnehmen.