Vertauschte Rohre im Kommissariat: Bis zu 15 Polizisten in Amiens tranken Taubenkot-Wasser
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Vertauschte Rohre im Kommissariat: Bis zu 15 Polizisten in Amiens tranken Taubenkot-Wasser
Ein schwerwiegender Handwerkerfehler hat im zentralen Polizeikommissariat der nordfranzösischen Stadt Amiens zu mehreren Vergiftungsfällen geführt. Rund 15 Polizisten erkrankten, nachdem sie über mehrere Wochen hinweg hochgradig kontaminiertes Wasser konsumiert hatten.
Regenwasser landete direkt im Wasserhahn
Die Ursache für den Vorfall liegt in vorangegangenen Bauarbeiten am Gebäude. Dabei schlossen Installateure die Rohre spiegelverkehrt an: Das Regenwassernetz speiste die Wasserhähne in den Teeküchen und Waschräumen, während das saubere Trinkwasser zur Toilettenspülung geleitet wurde.
Laboruntersuchungen des Wassers brachten erhebliche Verunreinigungen ans Licht. In den Proben wurden unter anderem Rückstände von Taubenkot und Fäkalien anderer Tiere nachgewiesen.
Heftige Krämpfe und frühe Warnsignale
Betroffene Beamte litten infolge des Konsums unter extremen Magenkrämpfen und Magen-Darm-Beschwerden. Einige Polizisten gaben an, sich vor Schmerzen gekrümmt zu haben.
Innerhalb der Dienststelle sorgt der Fall für erhebliche Verärgerung. Beamte hatten bereits im Januar auf eine auffällige Verfärbung des Leitungswassers hingewiesen, ohne dass die Nutzung unmittelbar gestoppt wurde.
Behörden ordnen Desinfektion des Leitungsnetzes an
Die zuständige Präfektur des Départements Somme leitete nach Bekanntwerden der Laborbefunde eine vollständige Reinigung und Dekontaminierung des Leitungssystems ein.
Weitere Kontrollanalysen in den kommenden Tagen sollen sicherstellen, dass keine Keime mehr in den Leitungen verbleiben, bevor die Trinkwasserversorgung im Gebäude wieder freigegeben wird.
