Vier Siege in vier Spielen: Hertha BSC stürmt mit 2:1 an die Tabellenspitze
Aktuelle News
Vier Siege in vier Spielen: Hertha BSC stürmt mit 2:1 an die Tabellenspitze
Die Gesänge aus der Ostkurve hallten lange durch das Berliner Olympiastadion: Mit einem 2:1-Erfolg über den 1. FC Magdeburg hat Hertha BSC die Tabellenführung der 2. Bundesliga übernommen. Doch trotz der ausgelassenen Feierstimmung vor 60.569 Zuschauern schlägt Trainer Stefan Leitl ernste Töne an.
„Ich bin sehr glücklich über den Sieg heute“, sagte Leitl nach dem Schlusspfiff, ergänzte jedoch mit deutlicher Miene: „Um auf Dauer zu punkten, müssen wir besser Fußball spielen.“
Historischer Rekordstart mit spielerischen Mängeln
Vier Siege in den ersten vier Saisonspielen gelangen Hertha BSC seit der Gründung der Bundesliga noch nie. Nach dem Abstieg im Jahr 2023 standen die Berliner zudem kein einziges Mal an der Tabellenspitze des Unterhauses.
Trotz der makellosen Punkteausbeute sieht der Berliner Chefcoach erhebliche Defizite. Vor allem das Passspiel bei eigenem Ballbesitz und das Verhalten bei gegnerischen Standardsituationen sorgten für Unzufriedenheit auf der Trainerbank.
Die Partie hatte für die Hauptstädter nach Plan begonnen. Nach einer Vorarbeit von Soufian Gouram, eingeleitet durch den zweikampfstarken Kevin Sessa, brachte Kapitän Josip Brekalo die Hausherren in der 10. Minute in Führung. Ein Kopfballtreffer von Falko Michel nach einer Ecke glich die Partie in der 30. Minute jedoch wieder aus.
Joker Adewumi entscheidet die Partie
Die Wende brachte der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Oluwaseun Adewumi. Der Österreicher traf im dritten Ligaspiel in Serie nach einer Einwechslung und verwertete eine Vorarbeit von Jon Dagur Thorsteinsson zum entscheidenden 2:1.
Der schnelle Offensivmann ersetzte Gouram, der beim Magdeburger Ausgleichstreffer unglücklich agiert hatte, und sorgte mit seiner Unbekümmertheit für die nötigen Akzente im Berliner Angriff.
Seguin nach Ampelkarte selbstkritisch
In der Schlussphase geriet der Sieg noch einmal in Gefahr, als Routinier Paul Seguin mit einer Gelb-Roten Karte vom Feld gestellt wurde.
„Das darf mir nicht passieren“, sagte Seguin nach der Partie. „Wir wollen weiter hart arbeiten, wir dürfen keinen Prozent nachlassen.“
