Vom 90er-Jahre-Hit zum modernen Klassiker: Das Comeback des Qipao
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Cameron Díaz bei der Premiere von „Die Maske“ im Jahr 1994.
Modetrends verlaufen in Zyklen. Was einst als überholt galt, kehrt oft in einer neu interpretierten Form zurück, die sich perfekt in den aktuellen Zeitgeist einfügt. Aktuell steht eine ganz bestimmte Silhouette im Rampenlicht, die in den 90er und 2000er Jahren das Bild der Popkultur prägte.
Das Qipao, ein traditionelles Kleidungsstück, avancierte damals zum absoluten Favoriten von Ikonen wie Cameron Diaz, Lucy Liu und Kate Moss. Heute, im Jahr 2026, greifen Trendsetter erneut zu diesem Schnitt – sei es für offizielle Anlässe oder als fester Bestandteil moderner Streetstyle-Kombinationen.
Cameron Díaz bei der Premiere von „Die Maske“ im Jahr 1994.
Vom historischen Ursprung zum Modetrend
Die Wurzeln des Qipao liegen in der Qing-Dynastie, als es noch als einfache manchurische Tunika getragen wurde. Erst in den 1920er und 1930er Jahren in Shanghai erfuhren die Entwürfe eine maßgebliche Wandlung. Schneider begannen, das traditionelle Kleidungsstück an westliche Schnitttechniken anzupassen.
Das Ergebnis war eine körperbetonte Silhouette mit seitlichen Schlitzen, einem markanten Stehkragen und den typischen Pankou-Verschlüssen. Diese Form wurde zum Symbol für Modernität und die Emanzipation der Frau in China, auch wenn die Assoziation zur Kleidung der wohlhabenden Klassen im Laufe des 20. Jahrhunderts zeitweise abnahm.
Historische Silhouette mit Ursprung in der orientalischen Tradition.
Die Ästhetik hat ihre Relevanz jedoch nie verloren. Im 21. Jahrhundert greifen immer mehr Designhäuser auf die klassischen Merkmale zurück, um sie auf roten Teppichen und bei exklusiven Anlässen neu zu inszenieren.

Kirsten Dunst in Spider-Man 2 aus dem Jahr 2002.
Moderne Interpretation im Streetstyle
Namhafte Marken wie Dior, Altuzarra und Alexander McQueen haben das Qipao bereits in ihre Kollektionen integriert. Doch der Trend beschränkt sich längst nicht mehr nur auf Abendkleider.
Im heutigen Alltag sieht man vermehrt Oberteile, die den klassischen Tao-Kragen und die Pankou-Knöpfe (oft als Froschknöpfe bezeichnet) aufgreifen. Kombiniert mit Oversized-Jeans, Bermudas oder Culottes entsteht ein moderner Kontrast, der die historische Tiefe des Kleidungsstücks mit zeitgemäßer Lässigkeit verbindet.
Qipao in der Kollektion von ALEXACHUNG im Jahr 2017.
Diese Neuentdeckung zeigt eindrucksvoll, dass wahre Trends nicht durch bloßes Kopieren der Vergangenheit entstehen, sondern durch die Fähigkeit, klassische Elemente in einem völlig neuen Kontext tragbar zu machen. Das Qipao hat seine neue Ära zweifellos begonnen.
Alexandra Leclerc beim Grand Prix von Singapur 2025.





