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Vom Schah zum Soleiman-402: Irans kurioses Panzer-Upgrade

Historische Aufnahme des iranischen Kaiserpaares während der Regierungszeit des Schahs. Aktuelle News

Das iranische Kaiserpaar Mohammad Reza Pahlavi und Farah Diba.

Der Iran hält an einem militärischen Relikt fest: Die M60A1-Kampfpanzer, die ursprünglich während der Herrschaft von Schah Mohammad Reza Pahlavi aus den USA beschafft wurden, werden bis heute modernisiert. Ein US-Regierungsdokument („Iran: Arms and the Shah“) belegt, dass Teheran 1972 bereits über 460 dieser Fahrzeuge verfügte.

Aktuelle Schätzungen der US-Armee aus dem Jahr 2016 gehen davon aus, dass noch etwa 150 Einheiten im Bestand sind. Wie viele dieser Panzer tatsächlich einsatzbereit sind, bleibt jedoch unklar.

Strategische Gründe für den US-Einkauf

Der ursprüngliche Kauf der amerikanischen Panzer war kein Zufall, sondern eine gezielte Machtstrategie. Der Schah sah sich durch die sowjetisch ausgerüstete Armee des Iraks bedroht und wollte nach dem britischen Rückzug vom Persischen Golf die regionale Vormachtstellung übernehmen.

Laut US-Außenministerium verfolgte Teheran 1972 drei Hauptziele mit dieser Aufrüstung:

  • Schutz der strategisch wichtigen Öltransportwege.
  • Abschreckung gegenüber dem Nachbarn Irak.
  • Ausbau des eigenen politischen Einflusses in der Region.

Der M60A1 war damals das Werkzeug der Wahl. Mit einem Gewicht von 47,6 Tonnen, einer 105-Millimeter-Kanone und einer Reichweite von 480 Kilometern entsprach er den Anforderungen an eine moderne mobile Verteidigung.

Vom Schah zum Soleiman-402: Irans kurioses Panzer-Upgrade

Der „Soleiman-402“: Alter Stahl, neue Technik

Anfang September 2024 präsentierte das iranische Militär im Shahid-Zarharan-Zentrum eine modernisierte Variante unter der Bezeichnung „Soleiman-402“. Nach offiziellen Angaben des Militärs ist geplant, die verbliebenen M60-Panzer auf diesen Standard anzuheben.

Das Upgrade-Paket umfasst eine deutliche technische Nachrüstung:

  • Zusätzliche Panzerung und reaktive Schutzelemente.
  • Ein neues Kommunikations- und Laserwarnsystem.
  • Eine fernbedienbare Waffenstation inklusive Wärmebildtechnik und Wettersensoren.
  • Ein elektro-optisches Störsystem zur Abwehr von raketengestützten Angriffen.

Obwohl diese Modifikationen die Einsatzdauer der M60A1 verlängern, bleibt der Nutzwert umstritten. Ein umfassender Schutz gegen moderne Präzisionsmunition oder Drohnenangriffe, wie sie auf aktuellen Schlachtfeldern üblich sind, ist durch das Upgrade nicht gewährleistet.

Wie viele der 150 verbliebenen Einheiten bereits umgebaut wurden, hält das iranische Militär unter Verschluss.