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Vom Studienabbruch zu 7 Millionen Euro Umsatz: Wie Andres Fernandez mit Pokémon-Karten reich wurde

Vom Studienabbruch zu 7 Millionen Euro Umsatz: Wie Andres Fernandez mit Pokémon-Karten reich wurde Aktuelle News

Vom Studienabbruch zu 7 Millionen Euro Umsatz: Wie Andres Fernandez mit Pokémon-Karten reich wurde

Pokémon-Karten haben sich von klassischen Schulhof-Sammelobjekten der 1990er-Jahre zu hochpreisigen Spekulationsobjekten entwickelt. Wie lukrativ der Markt ist, zeigt der Werdegang von Andres Fernandez.

Der Gründer brach sein Studium ab und erwirtschaftete 2025 mit seinem Unternehmen MintlyCollects knapp sieben Millionen Euro Umsatz – ausschließlich durch den Handel mit Pokémon-Sammelkarten.

Der Auslöser: Ein 100-Dollar-Treffer im Kinderzimmer

Fernandez stammt aus Miami im US-Bundesstaat Florida und begann dort ursprünglich ein Studium der Betriebswirtschaftslehre. Der Einstieg in das Kartengeschäft erfolgte zufällig über ein Geschenk für seinen kleinen Cousin.

Aus einem Päckchen für fünf US-Dollar zog der Junge eine Karte im Marktwert von 100 US-Dollar. Dieser Fund weckte Fernandez‘ Interesse an der Szene.

Weil die privaten Ausgaben für neue Booster rasch anstiegen, begann Fernandez mit der Produktion von Video-Content rund um das Sammelkartenspiel.

Vom Livestream-Pionier zum Millionen-Unternehmen

Auf Fernandez‘ Inhalte wurde schließlich die Plattform Whatnot aufmerksam – ein US-Marktplatz, der interaktives Live-Shopping mit Streaming verbindet. Als einer der ersten Händler vertrieb er dort Pokémon-Karten vor laufender Kamera.

In der Anfangsphase streamte Fernandez an sechs Tagen pro Woche. Verpackung und Logistik wickelte er komplett alleine ab.

Sein BWL-Studium brach er bereits im ersten Semester ab, um sich voll auf das Geschäft zu konzentrieren.

Expansion und Pläne für 2026

Mit steigendem Bestellaufkommen stellte Fernandez zunächst Personen aus dem Familien- und Freundeskreis an. Das Unternehmen wuchs schrittweise weiter.

Heute beschäftigt MintlyCollects zehn fest angestellte Streamer und bespielt zwei Verkaufskanäle im Dauerbetrieb. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz von zehn Millionen US-Dollar an.