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VW-Geheimpapier enthüllt: 163.000 Euro Personalkosten in Deutschland – China bei 74.000 Euro

Volkswagen-Logo an einem Werkstor Aktuelle News

Ein internes Dokument stellt die internationalen Produktionskosten des Volkswagen-Konzerns gegenüber.

Ein internes Vergleichsdokument setzt die deutschen Standorte von Volkswagen unter massiven Druck. Die Aufstellung vergleicht die Produktionskosten deutscher Werke mit Standorten in China, Portugal, den USA und weiteren Ländern.

Die Zahlen wurden laut einem Bericht der „Bild“ während einer Aufsichtsratssitzung vorgelegt. Ob die Analyse direkt aus dem Konzern oder von externen Beratern stammt, ist nicht bekannt.

Stundenlöhne und Personalkosten im globalen Vergleich

Der Kostenabstand zwischen den Standorten fällt drastisch aus. Bei den durchschnittlichen Personalkosten pro Mitarbeiter und Jahr liegt Deutschland an der Spitze:

  • Deutschland: 163.000 Euro
  • Nordamerika: 92.000 Euro
  • China: 74.000 Euro
  • Rest der Welt: 41.000 Euro

Besonders deutlich wird die Diskrepanz beim Blick auf die Fertigungspersonalkosten pro Stunde. Während im niedersächsischen Emden 74 Euro pro Stunde anfallen, sind es im portugiesischen Palmela 37 Euro. Im chinesischen Tianjin belaufen sich die Kosten auf lediglich 12 Euro je Stunde.

Hinzu kommen erhebliche Unterschiede bei den Rahmenbedingungen: Die Energiekosten in Deutschland sind dem Papier zufolge rund 2,5-mal so hoch wie in China. Zudem liegt der Krankenstand in der deutschen Belegschaft etwa um den Faktor zehn über dem Niveau der chinesischen Werke.

VW-Geheimpapier enthüllt: 163.000 Euro Personalkosten in Deutschland – China bei 74.000 Euro

Vier deutsche Werke unter Druck

Die anhaltenden Kostendiskussionen betreffen vier Standorte in Deutschland, an denen unter anderem volumenstarke Elektromodelle und Verbrenner gefertigt werden:

  • Hannover: VW Multivan, VW ID.Buzz
  • Emden: VW ID.4, VW ID.7, ID.7 Tourer
  • Zwickau: VW ID.3, Cupra Born, Audi Q4 e-tron
  • Neckarsulm: Audi A5, Audi A6, Audi A8

Besonders unklare Zukunft für Neckarsulm

Laut Informationen der „Automobilwoche“ steht vor allem das Audi-Werk Neckarsulm vor großen Hürden. Für die Zeit nach dem Auslaufen der aktuellen Verbrenner-Generationen von A5 und A6 existieren derzeit keine festen Pläne für eine Belegung mit reinen Elektromodellen.

Den Vorschlag des Betriebsrats, den aktuell in Zwickau gebauten Audi Q4 e-tron nach Neckarsulm zu verlagern, stuft das Branchenblatt als unwahrscheinlich ein. Zwickau schneide bei den Kosten unter den vier bedrohten Werken am besten ab. Für das sächsische Werk wird stattdessen geprüft, künftig Modelle zu fertigen, die in China entwickelt wurden.