VW streicht 50.000 Stellen: 4 Werke vor Ungewissheit und Aus für Seat bis 2029
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VW streicht 50.000 Stellen: 4 Werke vor Ungewissheit und Aus für Seat bis 2029
Kahlschlag im Konzern: Aufsichtsrat winkt Sparpaket durch
Der Volkswagen-Konzern verschärft seinen Sparkurs drastisch. Der Aufsichtsrat in Wolfsburg hat einem weitreichenden Maßnahmenpaket einstimmig zugestimmt.
Weltweit sollen rund 50.000 weitere Arbeitsplätze wegfallen. Zudem steht die langfristige Auslastung mehrerer traditionsreicher Standorte auf der Kippe.
Vier Werke ab 2031 ohne gesicherte Auslastung
Für die Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm lässt sich für den Zeitraum zwischen 2031 und 2034 bislang keine wettbewerbsfähige Anschlussbelegung gewährleisten. Der Konzern prüft derzeit alternative Verwendungsmöglichkeiten für die betroffenen Fabriken.
Bis Ende Juni 2027 will das Management ein tragfähiges Konzept erarbeiten, um die europäische Produktionsstruktur effizienter und zukunftssicherer aufzustellen.
Betriebsrat und IG Metall wehren Ausgliederung ab
Aus Sicht von Betriebsratschefin Daniela Cavallo und IG-Metall-Chefin Christiane Benner konnte eine weitere Eskalation gestoppt werden. Die Pläne zur Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw sowie der VW-Komponentensparte sind nach Gewerkschaftsangaben vom Tisch.
Zudem sei aktuell kein Standort aufgegeben und keine Schließung beschlossen worden. Vor zwei Monaten war der Vorstand mit ähnlichen Entwürfen noch am Widerstand der Belegschaftsvertreter gescheitert.
Seat vor dem Aus: Fokus rückt komplett auf Cupra
Neben dem Stellenabbau steht ein tiefgreifender Umbau der Markenstruktur bevor. Interne Unterlagen belegen, dass die spanische Tochter Seat bis 2029 aus dem Portfolio verschwinden soll und für die Zielplanung 2030 nicht mehr vorgesehen ist.
Damit droht das Aus für bekannte Verbrenner-Modelle wie Ibiza, Arona und Leon. Der Konzern plant, die Ressourcen künftig auf die profitablere Schwestermarke Cupra zu konzentrieren.
Seat bestätigte zwar geplante Modellpflegen für den Arona und Ibiza in den kommenden Jahren, ließ die langfristige Strategie nach 2029 jedoch offen. Ein schrittweiser Abschied nach 2030 gilt intern als wahrscheinlichstes Szenario.
