Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD liegt bei 2,1 Millionen Bürgern vor historischem Sieg
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Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD liegt bei 2,1 Millionen Bürgern vor historischem Sieg
In Sachsen-Anhalt entscheidet sich an diesem Sonntag die künftige Machtverteilung im Landtag. Umfragen deuten darauf hin, dass die Alternative für Deutschland (AfD) als stärkste Kraft aus der Wahl hervorgehen könnte.
Sollte die Partei anschließend eine Regierung bilden, wäre dies die erste Landesregierung dieser Art in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Wahllokale schließen am Sonntag um 18:00 Uhr.
Eine Menschenmenge füllt einen Marktplatz vor einer Bühne mit dem Logo der AfD. Im Hintergrund stehen Gebäude mit steilen Ziegeldächern.
Wirtschaftliche Sorgen und der Kampf um die Mehrheit
Die AfD setzte im Wahlkampf vor allem auf Versprechen zur Wiederbelebung der schwächelnden Wirtschaft, verstärkte Abschiebungen und den Bruch mit den bisherigen Regierungsparteien. Die zentrale Frage bleibt jedoch, ob ihr Stimmenanteil für eine absolute Mehrheit reicht.
Alle im Landtag vertretenen Konkurrenzparteien schließen eine Koalition mit der AfD bislang strikt aus. Ein Wahlerfolg der Rechtsaußenpartei dürfte direkte Auswirkungen auf den Bundestag in Berlin haben, wo die AfD die größte Oppositionsfraktion gegen die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz stellt.
Jim Tankersley
Hintergrund zum Bundesland und der Partei
Sachsen-Anhalt zählt rund 2,1 Millionen Einwohner und verzeichnete seit der Wiedervereinigung 1990 die höchsten Bevölkerungsverluste aller Bundesländer. Mit rund acht Prozent liegt die Arbeitslosenquote spürbar über dem Bundesdurchschnitt.
Geführt wird das Land derzeit von Ministerpräsident Sven Schulze von der CDU. Die wirtschaftliche Stagnation und strukturelle Probleme prägen die politische Stimmung im Land nachhaltig.
Die Entwicklung der AfD seit 2013
Die AfD gründete sich 2013 ursprünglich als eurokritische Partei mit Fokus auf die Finanzpolitik. In den Folgejahren verlagerte sie ihren Schwerpunkt massiv auf die Themen Zuwanderung und Asylpolitik.
Durch die anhaltende Unzufriedenheit mit der Migrationslage und wirtschaftlichen Unsicherheiten konnte die Partei kontinuierlich an Zuspruch gewinnen und rangiert mittlerweile auch bundesweit in den Spitzengruppen der Wählerumfragen.


