Wandern bei 22 Grad im Januar: Warum Teneriffa im Winter das beste Terrain bietet
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Passatwolken am Pico del Teide auf Teneriffa.
Während in Deutschland im Januar Schnee und Frost den Alltag bestimmen, herrschen auf Teneriffa ideale Bedingungen für Bergtouren. Statt sommerlicher Hitze bietet die Kanareninsel in den Wintermonaten ein mildes Klima für Aktivurlauber.
Reise-Experte und Naturfotograf Dirk Rüger sieht den Winter als die beste Reisezeit für Wanderungen. Drei Faktoren machen die Insel zu dieser Jahreszeit besonders attraktiv.
Konstante 20 bis 22 Grad an den Küsten
An den Küstenregionen bewegen sich die Temperaturen im Januar und Februar verlässlich zwischen 20 und 22 Grad Celsius. Das ermöglicht ausgedehnte Tagestouren im T-Shirt, ohne dass die Hitze wie im Hochsommer zur Belastung wird.
In höheren Lagen bleibt die Luft klar und kühl, aber frostfrei. Steile Aufstiege lassen sich dadurch mit deutlich geringerer körperlicher Erschöpfung bewältigen.
Maximale Vegetation durch Passatwolken
Teneriffa zeigt sich im Winter von seiner grünsten Seite. Feuchte Passatwolken stauen sich an den nördlichen Bergkämmen und versorgen die dortigen Lorbeerwälder mit Feuchtigkeit.
Dieser Effekt sorgt dafür, dass die Hänge im Inselnorden in sattem Grün stehen, während die Südküste trocken und sonnig bleibt. Innerhalb weniger Kilometer wechseln Wanderer zwischen dichten Bergwäldern und kargen Vulkanlandschaften.

Passatwolken am Pico del Teide auf Teneriffa
Flexibilität bei der Routenwahl
Das Mikroklima erlaubt es, wetterabhängig zwischen zwei Zonen zu wählen. Liegt der Norden unter einer dichten Wolkendecke, bieten die südlichen Bergpfade meist uneingeschränkten Sonnenschein.
Mit einem Mietwagen von einer festen Unterkunft an der Küste aus lassen sich beide Regionen flexibel ansteuern, ohne die Unterkunft wechseln zu müssen.
Sicherheit und Vorbereitung im Gelände
Einige anspruchsvolle Passagen, darunter Pfade in der Masca-Schlucht, unterliegen temporären Sperrungen oder Genehmigungspflichten. Eine tagesaktuelle Prüfung des Wegenetzes ist Pflicht.
- Feste Wanderschuhe mit griffigem Profil sind auf losem Vulkangestein unerlässlich.
- Offline-Karten auf dem Smartphone sichern die Navigation in Funklöchern ab.
- Eine winddichte Jacke gehört wegen der spürbaren Temperaturunterschiede in den Höhenlagen stets in den Rucksack.
Regelmäßige Ruhetage zwischen anstrengenden Bergtouren sorgen für die nötige Regeneration auf der Atlantikinsel.

