Warnung von US-General: Lücken bei Drohnenschutz – Pentagon rüstet 5 Basen mit Lasern aus
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Ein ukrainischer Soldat übt die Abwehr russischer FPV-Drohnen.
Militärstützpunkte auf US-Boden sind Angriffen durch Drohnenschwärme derzeit fast schutzlos ausgeliefert. Ein hochrangiger US-Kommandeur warnt vor gravierenden Lücken bei der Früherkennung und Bekämpfung kleiner unbemannter Flugsysteme.
Generalleutnant Joseph Jarrard, Vizekommandeur des US-Nordkommandos, fand auf einer Fachkonferenz für Raketen- und Weltraumverteidigung deutliche Worte. Nach Angaben des US-Portals „Task & Purpose“ fehle es der Armee schlicht an der notwendigen Überwachungstechnik.
Fehlende Sensoren und mangelhafte Ausrüstung
„Wir haben die Sensoren nicht“, erklärte Jarrard. Je nach Zielort eines Drohnenschwarms stünden den Einheiten vor Ort mitunter gar keine Systeme zur Verfügung, um die Bedrohung rechtzeitig zu orten.
Ohne Frühwarnung sei auch die Abwehr kaum möglich. „Wir sind im Moment schlecht ausgerüstet, um mit so etwas umzugehen“, betonte der Generalleutnant mit Blick auf den weltweiten Einsatz von Kampfdrohnen.
Pentagon-Leitfaden mahnt zur Eile
Zwar forschen die US-Streitkräfte an Abfangmethoden gegen billige Einwegdrohnen, einsatzbereit sind die Systeme im eigenen Land jedoch nicht flächendeckend. Die Armee sei schlicht „noch nicht so weit“, räumte Jarrard ein.
Ein Leitfaden einer Pentagon-Taskforce fasste das Problem drastisch zusammen: Sobald eine feindliche Drohne direkt über den eigenen Stellungen kreist, sind entscheidende Gegenmaßnahmen meist schon verpasst.

Laserwaffen für fünf Militärstützpunkte
Das US-Verteidigungsministerium erprobt derzeit verschiedene Technologien, um feindliche Schwärme abzufangen:
- Hochenergie-Laser und gerichtete Energiewaffen
- Spezialisierte Splittermunition gegen Kleinstziele
- Kompakte Raketenstarter für den Nahbereich
Mindestens fünf Stützpunkte sollen bis zum Ende des Jahres mit Laser- und Energiewaffen zur Nahbereichsverteidigung ausgestattet werden.
Ein ukrainischer Soldat übt die Abwehr russischer FPV-Drohnen.
Einsätze im Irak und in Russland zeigen Verwundbarkeit
Wie verheerend günstige Kleindrohnen sein können, belegen aktuelle Gefechte weltweit. Im Rahmen der Operation „Spinnennetz“ transportierten ukrainische Truppen Einwegdrohnen per Lastwagen tief nach Russland, starteten sie aus Containern und zerstörten strategische Infrastruktur.
Auch amerikanische Stützpunkte im Nahen Osten gerieten mehrfach unter Beschuss. Im März griffen vom Iran unterstützte Milizen eine US-Luftwaffenbasis in Bagdad mit FPV-Drohnen an – Videoaufnahmen dokumentierten den ungehinderten Anflug und die Detonation auf dem Areal.

