Warnung vor staatlichen Eingriffen: Warum Anleger Gold und Krypto nur dosiert halten sollten
Aktuelle News
Edelmetalle und Krypto-Assets könnten bei steigenden Staatsschulden ins Visier des Fiskus geraten.
Die weltweit ausufernde Staatsverschuldung schränkt den Handlungsspielraum der Notenbanken bei der Inflationsbekämpfung massiv ein. Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege bei der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch, warnt dennoch davor, das eigene Vermögen unbegrenzt in physisches Gold umzuschichten.
Im Gespräch mit dem Finanzkanal „René will Rendite“ rät der Experte zu einer klaren Dosisbegrenzung bei Edelmetallen. Der Grund dafür liegt in möglichen Gegenmaßnahmen der Staaten.
Staatliche Eingriffe gegen Kapitalflucht
Angesichts der Vertrauenskrise beim klassischen Papiergeld erwartet Vorndran restriktive Schritte der Finanzpolitik. Entscheidungsträger dürften versuchen, Ausweichmöglichkeiten für Sparer schrittweise abzuriegeln.
„Ich mache mir zunehmend Gedanken, dass angesichts der Probleme beim Papiergeld sich in den Finanzministerien dieser Welt smarte Damen und Herren überlegen: Wie kann man denn die Fluchtlöcher stopfen, die heute noch existieren, um aus diesem Papiergeld herauszukommen?“, betont Vorndran im Interview.

Steuern und Restriktionen für Bitcoin und Edelmetalle
Um Investitionen in Ersatzwährungen unattraktiver zu machen, könnten Regierungen steuerliche Daumenschrauben anziehen. Vorndran verweist dabei auf aktuelle Debatten in Deutschland, nach denen Veräußerungsgewinne bei Kryptowährungen wie Bitcoin künftig auch nach Ablauf der bisherigen einjährigen Haltefrist besteuert werden könnten.
Zur Einordnung dieser Risiken zieht Vorndran historische Parallelen heran. Während der deutschen Hyperinflation überwachte eine spezielle Devisenpolizei den Besitz von Fremdwährungen sowie Edelmetallen und zog diese ein. Auch in den USA existierte über Jahrzehnte hinweg ein weitgehendes Verbot von privatem Goldbesitz.
